FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026
VWHOOW $XFK LQ GHQ 6FKQLWWVWHOOHQ OLHJW (ȯ - zienzpotenzial: Individuell programmierte Datenformate weichen zunehmend Stan- dardanwendungen. Vor allem wird der breitere Einsatz des Messaging-Netzwerks für Finanztransaktionen SWIFT immer ZLFKWLJHU 'DGXUFK VROO GDV &RQljUPD - tion Matching zügiger ablaufen, also der Abgleich zwischen Order der KAG und der Bestätigung durch den Broker, wie Frodl erklärt. Automatisierungsschritte erwartet er zudem bei den Partnern, etwa den Depotbanken, wo das tatsächliche 6HWWOHPHQW VWDWWljQGHW Ľ9RU DOOHP PĞVVHQ die Daten, die notwendig sind, damit ein Geschäft abgewickelt werden kann, gewar- tet und in besserer Qualität als heute ver- fügbar sein“, so Frodl. Da gehe es etwa um Informationen über die Lieferwege bei einemWertpapiergeschäft. Ähnliche Vorbereitungen bestätigt die Erste Asset Management. Bei noch nicht automatisierten Abläufen bestehe Hand- lungsbedarf, sagt Pressesprecher Dieter Kerschbaum. Über Fonds mit US-Expo- sure habe die Branche bereits Erfahrun- JHQ PLW NXU]HQ $EZLFNOXQJVIULVWHQ Ľ:LU sehen einen einheitlichen Rahmen als Vorteil. Im Moment müssen wir ja eine Diskrepanz managen“, sagt Kerschbaum mit Blick auf die Unterschiede zu T+1-Märkten. Der Nutzen der Umstellung überwiege den Aufwand, so Kerschbaum. In den Unternehmen dürfte T+1 teils Digitalisierungsmaß- nahmen anstoßen, die über kurz oder lang ohnehin nötig gewesen wären. Eine Fonds- gesellschaft – sie wollte nicht direkt genannt werden – inves- tiert in einen Anschluss an den Central Trade Manager (CTM) des US-Zentralverwahrers DTCC, wo Trades vollautoma- tisiert abgeglichen und abge- sichert werden. Für die KAG entfallen damit manuelle Abstimmungen mit Gegenparteien. Gegenüber der Redak- tion begrüßten alle befragten österreichi- schen Finanzunternehmen die Neuerung. *OHLFKZRKO EOHLEHQ HLQLJH .RQijLNWH ]X lösen. Zum Beispiel eine Parallelstruktur, GLH VSH]LljVFK GLH )RQGVEUDQFKH EHWULȬW Während für Wertpapiertransaktionen in den Portfolios bald T+1 gilt, bleiben die Investmentfondsanteile selbst davon aus- genommen und können weiter im T+2- Rhythmus abgewickelt werden. Einige Fondsgesellschaften überlegen dem Ver- nehmen nach, auch das Anteilsgeschäft auf T+1 umzustellen. Denn die Zeitkluft erzeugt Spannungen beim Management YRQ 6LFKHUKHLWHQ RGHU /LTXLGLWÌW Ľ:HQQ die Wertpapiertransaktion im Fonds LQQHUKDOE HLQHV 7DJHV VWDWWljQGHW PXVV LFK berücksichtigen, dass das Geld aus dem Anteilsscheingeschäft mit einer anderen )ULVW ]X RGHU DEijLHĕWĺ VR +DKROG %LO]HU Folglich müssen die Abwicklungsmoda- litäten im Anteilsscheingeschäft oder die /LTXLGLWÌWVijĞVVH DQJHSDVVW ZHUGHQ Auch RCM-Manager Frodl beschäftigt GLH &DVKijRZ'LVVRQDQ] 'XUFK GLH 'LȬH - renz zwischen den Anlegerein- und -aus- zahlungen und dem Handel im Fonds kann entweder eine Überziehung des Fondskontos entstehen oder ein Über- schuss. Das berge das Risiko von Limit- überschreitungen, erklärt Frodl. Gemeint sind etwa Grenzverletzungen von UCITS- oder von Portfoliovorgaben. Für börsen- gehandelte Fonds (ETFs) gilt die Aus- nahme übrigens nicht. Diese Anteile müssen künftig inner- halb eines Tages abgewickelt werden. Wertpapierfirmen Kaum einen Anpassungs- druck sehen derzeit die öster- UHLFKLVFKHQ :HUWSDSLHUljUPHQ (WPF). Nach der überein- stimmenden Einschätzung aus drei großen Häusern könnte der Zykluswechsel am ehes- WHQ MHQH WUHȬHQ GLH DOV 'ULWW - fondsmanager für Kapitalan- lagegesellschaften (KAG) tätig sind; und darunter wiederum solche, die ihre Orders direkt über Broker aufgeben. Dritt- fondsprofessionell.at 1/2026 269 FOTO: © FMA Mehr Automatisierung Manuelle Eingriffe müssen beseitigt werden. Über zwei Drittel der Vermögensverwalter, Banken und CCPs sehen eine Automatisierungsherausforderung bei T+1. Quelle:T+1 IndustryCommitteeReadinessSurvey 0% 20% 40% 60% 80% Pensionsfonds Zentralverwahrer (CSD) inkl. Zentralbanken Börsen/MTF Fintechs/Neobanken Versicherungen Asset und Investment Manager Privatbanken Investmentbank / Broker / Prime Broker CCP (Zentrale Gegenpartei) Depotbank/Abwicklungsstelle Vermögensverwalter % der Befragten, die Automatisierung und Eliminierung manuelle Arbeitsschritte als Herausforderung für T+1 angeben » Jede manuelle Anpassung ist äußerst ressourcenintensiv. « Karin Hahold-Bilzer, FMA
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