FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026

im Jahr 2024. Auf den Punkt gebracht ist die Situation ist im jahrelangen Vergleich hervorragend, das Zinsergebnis verliert aber seine Schubkraft. Damit rücken Posi- tionierungsfragen in den Vordergrund – etwa wie sich die Institute imWettbewerb um die stark steigenden Vermögen der Haushalte positionieren. An der Schwelle zur Billion „Der Zuwachs bei den Kunden und beim Vermögen birgt für Österreichs Private-Banking-Anbieter ein beachtliches Potenzial“, so zeb- Partnerin Michaela Schneider. Nach zeb-Berechnung lag das Vermögen österreichischer Pri- vatbankkunden 2024 bei 974 Milliarden Euro. Bis 2030 soll es auf 1,2 Billionen Euro stei- gen. Gezählt werden dabei Personen im Private Banking und imWealth Management mit einem liquiden Vermö- gen von über 500.000 Euro. Diese Kundengruppe hat den österreichischen Privat- banken zwischen 2019 und 2024 nahezu eine Verdoppe- lung der Erträge auf 3,17 0LOOLDUGHQ (XUR JHEUDFKW *UDljN ]HE YHUZHQGHW KLHU GHQ %HJULȬ Ľ:DOOHWĺ HLQ aus statistischen Daten errechneter Nähe- rungswert, der beschreibt, wie viel die Institute in diesem Segment verdienen können. In den vergangenen Jahren gab es nach dieser Kalkulation ein durchschnitt- liches Ertragswachstum von fast 13 Pro- zent per annum. Unabhängigkeit Um unabhängiger von Zinseinkünften zu sein, müssten Banken ihre provisions- getriebenen Dienstleistungen stärker aus- bauen, heißt es bei zeb. „ImBereich Finan- zierung/Immobilien für sehr Vermögende sollten Banken sich mehr trauen und sich wei- terentwickeln“, so Markus Brä- ckle, Senior Manager bei zeb. Ebenso gewinnen Felder wie Testamentsvollstreckungen oder Stiftungsmanagement an Bedeutung. „Hier sehen wir großes Potenzial angesichts des anstehenden Generatio- nenwechsels“, so Bräckle. Parallel dürften die Institute in dem Umfeld weiter ihre Bemühungen um den Ausbau der ertragreicheren Vermö- gensverwaltung beziehungs- weise des Mandatsgeschäft für » Der Zuwachs bei den Kunden und beim Vermögen birgt für Österreichs Private- Banking-Anbieter ein beachtliches Potenzial. « Michaela Schneider, zeb fondsprofessionell.at 1/2026 255 „Ertragswallets“ Mögliche Erträge aus österreichischen Vermögen Gute Geschäfte. Jährlich stiegen die Erträge der Privatbanken imDurch- schnitt um fast 13 Prozent . Quelle:zeb 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 2024 2023 2022 2019 2015 Private Banking Wealth Management 1,09 0,93 2,02 0,95 0,78 1,73 1,12 0,95 2,07 1,58 1,33 2,91 1,73 1,44 3,17 +12,9 % Mrd. Euro Einlagen als Ertragstreiber 2024 Ertragsentwicklung Einlagen Ertragsentwicklung übrige Positionen Umdurchschnittlich 84,7 Prozent wuchsen jährlich die Erträge aus dem Einlagengeschäft , angetrieben vomhohen Zinsniveau. ImUnterschied dazu gab es in den übrigen Feldern (Grafik rechts) einmoderates annualisiertes Plus von 4,3 Prozent. 1 LiquidesVermögen(WertpapiereundEinlagen)über0,5Mio.Euro. Erträge imGeschäftmitösterreichischenHaushalten|Quelle:zeb 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 2024 2023 2022 2019 2015 Private Banking Wealth Management 0,43 0,06 0,08 0,96 1,11 +84,7 % Mrd. Euro 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 2024 2023 2022 2019 2015 Private Banking Wealth Management 1,59 1,67 1,99 1,95 2,06 +4,3 % Mrd. Euro

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