FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026

sehr wohlhabende Personen noch einmal verstärken. Auch hierzu liefert die Studie Zahlen: Die Erträge im Wealth Management (sehr Vermögende) sind ähnlich hoch wie im Private Banking, obwohl die Zahl der Kunden deutlich geringer ist. Wie die Analysen zeigen, wächst das oberste Vermögenssegment am stärksten. 10.650 Haushalte besaßen 2024 ein Vermögen von mehr als drei Millionen Euro. 65.550 Haushalte kommen auf liquide Mittel zwischen 500.000 und drei Millionen Euro. Beide Gruppen legten um sieben Prozent zu, und ihre Zahl soll in den kommenden Jahren weiter zwischen zwei XQG YLHU 3UR]HQW ZDFKVHQ VLHKH *UDljN links unten). Im gehobenen Privatkun- GHQJHVFKÌIW $ȴXHQW %DQNLQJ XQG LP Retailbanking erwarten die zeb-Analysten dagegen eine Stagnation. Wettstreit um Topsegment Dementsprechend hart wird der Wett- bewerb um die zwei Top-Vermögenskate- gorien sein. Sie machen gemeinsam nur 1,9 Prozent der insgesamt 4,2 Millionen Haushalte in Österreich aus. Entschei- dend für den Erfolg einer Privatbank wird es sein, die richtigen Zugangswege zu diesen neu hinzukommenden Vermögen ]X ljQGHQ %HVRQGHUV LP REHUHQ :HDOWK Management für reiche und sehr reiche Kunden sei der Markt „sehr wettbewerbs- intensiv“. „Insbesondere darauf zielen die ausländischen Privatbanken sowie zuneh- mend auch die großen Großbankentöch- ter ab“, heißt es bei zeb. Erste Fortschritte bei der Verschiebung hin zu provisionsgetriebenen Einnahmen haben die zeb-Analysten bereits registriert: Im Jahr 2024 stiegen die Provisionsergeb- nisse der Banken im Studien-Sample um 14 Prozent – und konnten damit den Rückgang im Zinsgeschäft weitgehend ausgleichen. EDITH HUMENBERGER-LACKNER FP 256 fondsprofessionell.at 1/2026 BANK & FONDS Private-Banking-Studie FOTO: © MORSEY & STEPHAN GMBH, ZEB MÜNCHEN Nur die Topsegmente wachsen Potenziale im Geschäft mit Wohlhabenden und sehr Reichen 0,3 Prozent der Haushalte verfügen über drei Millionen Euro an liquidem Vermögen. Dieses Segment wächst amstärksten. Quelle:zeb Vermögensentwicklung bis 2030 Österreichisches Private Banking und Wealth Management Nach einem jährlichen Plus von 5,7 Prozent sollen die Assets bis 2030 von hohemNiveau aus um3,6 Prozent per annumweiter wachsen. Quelle:zeb 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 2030* 2024 2023 2022 2021 2020 2019 Wertpapiere Einlagen Immobilien Beteiligungen Versicherungen Wertvolle Gegenstände 739 771 871 880 923 974 1.204 +5,7 % +3,6 % Mrd. Euro Liquides Vermögen Anzahl Haushalte Anteil am PK-Markt Wachstums- prognose p.a. 2024–2029 ≥ 3.000 TEUR ≈ 10.650 (+7%) 0,3% 3 bis 4% 500 bis < 3.000 TEUR ≈ 65.550 (+7%) 1,6% 2 bis 3% 250 bis < 500 TEUR ≈ 68.800 1,7% 0 bis 1% < 250 TEUR ≈ 3.884.700 96,4% ≈ 0% Michaela Schneider, Managing Partner bei zeb Austria: „Chancen sehenwir insbesondere auf der Provisionsseite.“ Markus Bräckle, Senior Manager bei zeb München, sieht Entwicklungsmöglichkeiten bei Immobilienfinanzierungen für sehr Vermögende.

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