FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026

WürdenSie„Nein“sagen,wennSieeinpas- sendesAngebot bekommen? Aktuell ist es nicht auf der Agenda. Sie haben erst ELTIFs und Private Equity erwähnt. Privatbanken probieren da eini- ges aus, bis hin zur Fintech-Kooperation. DieAbsatzdynamik ist aber oft geringer als erhofft.Wie läuft dasSegment bei Ihnen? Bei Private Equity und ELTIFs stehen wir am Anfang. Sinnvoll ist das bei einem sehr langen Veranlagungshorizont, etwa für Privatstiftungen. Aber das wird eine Nische bleiben. Wir machen uns gerade intensiv Gedanken, mit wem wir zusam- menarbeiten und was wir ab welcher Vermögensstufe anbieten. Man muss sich bewusst sein: Es gibt mittlerweile viele Private-Equity-Fonds. Alle müssen Kapital platzieren, und in dieser Situation ist nicht immer gewährleistet, dass wirklich nur in gute Unternehmen investiert wird. VonderKeplerKAG, diezurRLBOÖgehört, kenne ichmomentankeinELTIF-Produkt. Ein Produkt, das wir uns anschauen, ist YRQ GHU 5DLȬHLVHQ &DSLWDO 0DQDJHPHQW (gehört zur RBI, Anm.), die an etwas arbeitet. Wir werden Partnerschaften eingehen, die für uns sinnvoll sind. Man muss nicht alles selber machen, weil es auch ein Thema der Größenordnung ist. Wie hoch ist generell der Produktanteil der Kepler-Fonds inderPrivat Bank? Als Privat Bank haben wir den Anspruch, das anzubieten, was zumKunden passt. In der Vermögensverwaltung haben wir eine Grenze vonmaximal 30 Prozent. Der Rest sind Fremdprodukte. WiegreiftdiePrivatBankderRLBeigentlich mitdenPrivateBankingsdereigenständigen Raikas inOberösterreich ineinander? *UĆĕHUH 5DLȬHLVHQEDQNHQ KDEHQ 3ULYDWH Banking-Einheiten. Die persönliche Betreuung vor Ort ist unverzichtbar, besonders in der klassischen Veranla- gung. Wir sehen unsere Rolle ergänzend bei Spezialthemen. Aber wir arbeiten tat- sächlich gerade Szenarien aus, wie wir GLH =XVDPPHQDUEHLW PLW GHQ 5DLȬHLVHQ - banken intensivieren können. Es geht um gemeinsame Akquise – etwa wofür die Bank vor Ort zu klein ist, aber im Ein- zugsgebiet Kunden hat, für die sie mit uns ein attraktives Angebot aufstellen kann. Waswirdmankonkret sehen? Das ist momentan ein Teil in unserem Strategieprojekt „Impuls 2030“. Welche Pläne stehen für die Privat Bank da nochdrin? Wir wollen stärker auf die Unternehmens- NXQGHQ DXV GHU 5DLȬHLVHQODQGHVEDQN Oberösterreich zugehen. Wasmussmandaverbessern? Zusammengearbeitet haben wir immer schon. Aber der Austausch zwischen dem Firmenkundenbetreuer und unseren Privatbankmitarbeitern soll intensiviert werden. Außerdem werden wir unsere Produktpalette durchleuchten: Was brau- chen diese Kunden? Und wir arbeiten an einem 360-Grad-Blick auf das Vermögen, wodurch ein Kunde nicht nur seine Wert- papiere abfragen kann, sondern auch über Assets wie Kunst, Immobilien oder Beteiligungen einen Überblick bekommt. Unsere Berater wollen wir durch Digitali- sierung unterstützen. VorallemdiejungeGeneration,einewichtige Private-Banking-Zielgruppe,magbilligePro- duktewieETFs. Hat sichander Preissensi- bilität IhrerKundenetwasgeändert? Durch die Transparenz, Social Media und eine junge Generation, die sehr gut vor- bereitet zu den Terminen kommt, wird PDQ QDWĞUOLFK KÌXljJHU PLW GHU .RQGL - tionenfrage konfrontiert. Da kommt auch der Vergleich mit Anbietern, die » Wir arbeiten gerade Szenarien aus, wie wir die Zusammenarbeit mit den Raiffeisenbanken intensivieren können. « Waltraud Perndorfer, RLB OÖ BANK & FONDS Waltraud Perndorfer | Privat Bank der RLB OÖ 252 fondsprofessionell.at 1/2026 FOTO: © MARLENE FRÖHLICH FÜR FONDS PROFESSIONELL | MARLENE.AT

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