FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026
siven und komplexen Vermögensverwal- tungsmandaten unsere Stärken ausspielen. Die Kunden sind bereit, für Qualität und persönliche Betreuung zu bezahlen. Siehabenschonerwähnt, dassbei rückläu- figenZinserträgendasWertpapiergeschäft wieder wichtiger wird. Wie wichtig ist im VergleichdazuderBeitragvonZusatzange- botenwieStiftungsservice,Immobilienbera- tungoderNachfolgeundTestament? Allgemein entwickelt sich der Produkt- fokus im Private Banking von den klassi- schen Bankprodukten hin zu ganzheitli- cheren Angeboten. Auch bei uns in der Privat Bank geht es hin zu einer umfassen- den Vermögensstrukturierung. Wir haben zum Beispiel ein Generationencoaching. Dafür gibt eseineeigeneAusbildung? Ja, genau. Es gibt bei uns dazu ein eigenes -RESURljO :LU KDEHQ IHVWJHVWHOOW GDVV HV Themen gibt, die Kunden nicht immer mit einem Vermögensberater besprechen wollen. Da geht es teils um einfache, aber sensible Fragen wie: Gibt es ein Testament? Der Coach macht darauf aufmerksam, den Schritt selbst setzt dann der Kunde. Wie häufig wird das in Anspruch genom- men? Sehr wohlhabende Kunden werden oft eigeneBerater haben. Wenn wir unsere Kunden darauf anspre- chen, wird das Coaching sehr gut ange- nommen. Es stimmt, wir setzen da eher immittleren Segment an. Finanzierungen sind in der Privat Bank mit 1,2Milliarden Euro einwichtiger Geschäfts- zweig.SehenSieAnzeichen,dassdieFlaute amImmobilienmarkt überwunden ist? Wir sehen tatsächlich wieder etwas mehr 1DFKIUDJH IĞU ,PPRELOLHQljQDQ]LHUXQJHQ Es tut sich etwas. Wir bieten das ja auch grenzüberschreitend an, da wir vier Nie- derlassungen in Süddeutschland haben. WiewichtigsinddieseStandortegegenüber der Zentrale inLinz? Linz ist mit etwa 40 Prozent unser wich- tigster Standort, danach kommt Wien mit ungefähr 30 Prozent, gefolgt von Süddeutschland mit 20 Prozent unseres Geschäfts. Der Rest kommt aus Salzburg, wo wir seit 2021 tätig sind, nachdem die +\SR 6DO]EXUJ LQ GLH 5DLȬHLVHQODQGHV - bank Oberösterreich fusioniert wurde. DieZKBhat inSalzburgaufgegebenundan dieLLBverkauft.Wie läuft esdort fürSie? Dass sich inzwischen alle Schweizer Ban- ken aus Österreich zurückgezogen haben, ist ein Vorteil für uns. ZKB-Kunden, die parallel Geld bei der LLB hatten, suchen nach der Fusion oft eine weitere Bank, weil sie ihr Vermögen streuen wollen. Der Konkurrenzkampf im Private Banking müsste angesichts der Konsolidierung in den letzten Jahren zurückgegangen sein. MerkenSieeinengeringerenMargendruck? Ich würde sagen, der Konkurrenzkampf hat sich nicht verändert. Der Margen- druck bleibt. Man muss sich durch die Qualität der Betreuung abheben. Und eigene Übernahmen? Die erwähnte LLB ist sehr interessiert an Zukäufen. Gibt esunterdemneuenRLB-OÖ-ChefReinhard Schwendtbauer, der einst Beteiligungsvor- standwar, Zukaufsabsichten? Wir sind in den letzten Jahren eigentlich immer organisch gewachsen. Derzeit sind wir mit unseren sieben Standorten zufrie- den. In unmittelbarer Zukunft werden wir weiter durch Kundenakquise wachsen. » Dass sich inzwischen alle Schweizer Banken aus Österreich zurückgezogen haben, ist ein Vorteil für uns. « Waltraud Perndorfer, RLB OÖ fondsprofessionell.at 1/2026 251 FOTO: © MARLENE FRÖHLICH FÜR FONDS PROFESSIONELL | MARLENE.AT
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