FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026
investieren wir weiterhin in die Themen Deep Tech, künstliche Intelligenz, Auto- mation, Robotik, Umwelttechnologie, Materialtechnik und Life Sciences. Hier haben wir eine Expertise, mit der wir in der Lage sind, die nächsten Marktführer zu bauen und an Europas Souveränität zu arbeiten. Das wollen wir mit Rockphant begleiten. Wie soll das Portfolio des Rockphant am Endeaussehen,wennwir unsdieverschie- denenKlassenvonPrivateEquityansehen? Der ELTIF investiert in Venture-Capital- Fonds, allerdings nicht im Bereich der Early-Stage-Finanzierung, sondern mit Fokus auf Later-Stage- und Turnaround- Finanzierungen von bereits etablierten Unternehmen. Hier sind die Multiples geringer, aber ein Exit näher. Klassisches Private Equity in Gestalt von Buy-out-Fonds werden wir in Ihrem ELTIF nicht sehen? Aus heutiger Sicht nicht, und das Buy- out-Segment ist auch nicht im Fokus der Fonds, mit denen ich imAustausch stehe. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass wir uns mit unserem Technologie-Fokus zum Beispiel Infrastrukturprojekte ansehen, wenn es etwa um KI-basierte Geschäfts- modelle geht. Die sind vielleicht im Infra- strukturbereich angesiedelt, gehören für mich aber ins Private-Equity-Segment. Sie machen sich für eine breite Streuung stark. Was verstehen Sie darunter? Wie viele Zielfonds von wie vielen verschiede- nen Fondsmanagern sind Ihrer Meinung nacherforderlich? Fünf Zielfonds werden wir auf jeden Fall bei uns sehen, und dann kommt es natür- lich darauf an, wie wir im Fundraising tat- sächlich Fahrt aufnehmen. Wenn wir 100 Millionen Euro platzieren, dann werden es voraussichtlich sieben bis neun Ziel- fonds sein. Bei den Fondsmanagern mit einem guten Track Record erhält man in der Regel keine kleinen Tickets. Rockphant steht imVertriebnebendenMIG Fonds.Wofür soll sichderVertriebspartner entscheiden? Die MIG Fonds sind unser Hauptprodukt. Mit dem Rockphant geben wir dem Vertrieb ein Ergänzungsprodukt an die +DQG XQG GDPLW HUVFKOLHĕHQ ZLU KRȬHQW - lich auch neue Vertriebskanäle. MitwelchemProduktverdientderVertriebs- partner besser? Wenn Sie die Abschlussprovisionen anschauen, dann verdient er mit einem geschlossenen AIF am Anfang mehr, dafür hat er keine Bestandsprovision. Beim Rockphant erhält der Vertriebspart- ner eine kleinere Abschlussprovision, er bekommt aber eine Bestandsprovision. Das heißt: In the long run gleicht sich das aus, aber bei Rockphant muss der Ver- trieb einfach ein bisschen mehr Zeit mit- bringen. Und ich persönlich glaube, wenn jemand das für sich als gewichtigstes Argument hat, dann ist er vielleicht nicht so ideal für beide Produkte aufgestellt. Ich hätte schon ganz gern Vermittler, die vor allem das Interesse der Anleger im Fokus haben. Sie sagen, dass Sie den ELTIF aufgrund vonkonkreterNachfrage initiiert haben.Wo stehen Sie imFundraising derzeit, undwas erwartenSiebisEnde2026und2027? Wir haben erste Zeichnungen erhalten, aber das Produkt muss sich noch etablie- ren. Es gibt Anleger, die abwarten, weil sie sehen wollen, welche Investments getätigt werden. Dafür müssen wir aber zuerst das Kapital akquirieren. Wir sind inzwischen bei vielen Plattformen gelistet und haben im ersten Quartal den Fokus auf die Sicht- barkeit gelegt. Im zweiten Quartal steigen die Vertriebsaktivitäten, und ich erwarte, dass wir im zweiten Halbjahr auf einen zweistelligen Millionenbetrag kommen » Ich hätte schon ganz gern Vermittler, die vor allem das Interesse der Anleger im Fokus haben. « Matthias Hallweger, HMW SACHWERTE Matthias Hallweger | HMW 146 fondsprofessionell.at 2/2026 FOTO: © SEBASTIAN WIDMANN FÜR FONDS PROFESSIONELL
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