FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026

ten sich „zu 100 Prozent, zu jeder Zeit“ verlassen können. Beständigkeit stehe klar über kurzfristigen Maßnahmen. Kontinuität versus Formate In der konkreten Vertriebsunterstüt- zung zeigen sich indes unterschiedliche Akzente. Die DWS setzt auf individuel- le Schulungen, bundesweite Roadshows und den Ausbau digitaler Partnerschaften. „Wir gehen sehr individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein und können so zielgerichtete Maßnahmen zur Vertriebsunterstützung anbieten“, erläutert Trienes. Zudem wurden Partnerschaften mit digitalen Plattformen und Vermö- gensverwaltungen ausgebaut. Franklin Templeton strukturierte die Unterstützung im vergangenen Jahr ent- lang dreier Hebel: nutzbare Unterlagen, planbare Weiterbildungsformate und Marktnähe. Newsletter mit gebündel- ten Inhalten, Webinar-Reihen wie „Ben’s H&RȬHHĺ RGHU Ľ(7) &RUQHUĺ VRZLH 2Q Demand-Angebote sollten Ver- triebspartnern genau jene Infor- mationen liefern, die im Kunden- gespräch gebraucht werden. Man verstehe sich auch in schwierigen Marktphasen als „Navigationshilfe im Nebel“, sagt Banyai. Flossbach von Storch distanziert sich bewusst von punktuellen Aktionen. „Wir sind keine allzu großen Fans von beson- deren Aktionen oder dergleichen. Statt- dessen setzen wir auf Beständigkeit, ins- besondere bei der Vertriebsunter- stützung“, so von Storch. Daher wurde zuletzt auch das Team in Österreich weiter verstärkt. Produktpolitik und Wettbewerb In der Produktpolitik hat man indes beson- ders passive Produkte im Visier. Die DWS hat mit ihrer pas- siven Schiene Xtrackers im Vorjahr mehrere neue Produkte auf den Markt gebracht. Auch Franklin Templeton betont ins- EHVRQGHUH )RUWVFKULWWH LP (7) %HUHLFK GDUXQWHU GLH $XijDJH HLQHV DNWLYHQ $NWLHQ (7) PLW GHP PDQ EHZXVVW Neuland betreten habe. Die Resonanz aus dem Vertrieb sei positiv gewesen, DNWLYH (7)V EĆWHQ ]XVÌW]OLFKH )OH[LELOL - tät, betont Banyai. Generell lag der Schwerpunkt bei Franklin Temp- leton aber weniger auf einem „Produktfeuerwerk“, sondern darauf, den Vertriebspartnern die Nutzung bestehender Lösungen einfacher zu gestalten. Dabei standen laut Banyai vor allem klare (LQRUGQXQJHQ gute Unterlagen und kontinuier- liche Updates im Mittelpunkt. F l o s s b a c h von Storch ver- folgt demgegenüber einen klar fokussierten Ansatz. Für den öster- reichischenMarkt habe es keine neuen Pro- Detailauswertung Servicequalität Fondsgesellschaften Grundlage: Basis des ÖSTERREICHISCHEN FONDSPREISES in der Kategorie „Servicequalität Fondsgesellschaften“ sind die Bewertungen der FONDS professionell Leser. Teilnehmer: Insgesamt 1.211 Berater und Finanzprofis aus allen relevanten Vertriebs- strukturen haben sich an der internetbasier- ten Umfrage beteiligt, wovon 1.193 Fragebögen berücksichtigt wurden. Auswertung: Gesamtwurden 143 Fondsgesell- schaftenmit Noten zwischen „1“ (Sehr gut) und „5“ (Ungenügend) bewertet. In die Endauswer- tung wurden aber bloß 41 Produktanbieter auf- genommen, da nur sie genügend Bewertun- gen erhalten und eine aussagekräftige Beurtei- lungsdichte erreicht haben. Die Umfrageteilneh- mer wurden in die beiden Gruppen „IFAs“ (Nicht- Banken) und „Banken“ unterteilt. Ihre Anga- ben wurden für die Gesamtnote jeder Kategorie gleichgewichtet, ebenso die einzelnen Katego- rien untereinander. DAS WURDE BEWERTET: + Basisqualitäten: Hilft das Image der Fonds- gesellschaft imVerkauf?SindSiemit demAnge- bot zufrieden?StimmenPerformance undQuali- tät der Standardprodukte? + Vertriebsunterstützung Außendienst: Sind Ihre Betreuer fachlich kompetent und leicht erreichbar? Wird zurückgerufen? Qualität von Schulungen? Unterstützung bei Kundenpräsen- tationen? Extraleistungen und Kulanzlösungen? + Vertriebsunterstützung Innendienst: Sind Ihre Ansprechpartner fachlich kompetent und leicht erreichbar? Wird zurückgerufen? Funk- tioniert die Informationsbereitstellung? Bereit- schaft zu Extraleistungen? Kulanz imStreitfall? + Internetauftritt: Umfang und Qualität der Onlinekommunikation (Formulare, Kursinfor- mationen)? Sind Informationen schnell und ein- fach zu finden? Möglichkeit zum elektronischen Datentransfer? Tritt die Gesellschaft mit dem Berater inWettbewerb zumEndkunden? + Marketing: Fördern Marketingkampagnen den Verkauf? Erhalten Sie Leads? Können Pros- pekte gut inder Beratung eingesetzt werden? Ist eine hohe Bereitschaft vorhanden, Kunden- oder Partnerveranstaltungen zu unterstützen? Oliver Trienes, DWS: „Durch unsere regelmäßige Präsenz in den Bundesländern habenwir unsere Kundenbeziehungen gefestigt.“ fondsprofessionell.at 1/2026 247 FOTO: © GUENTER MENZL I FONDSPROFESSIONELL

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