FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026
Markt weiterentwickeln wird: „Wir erle- ben weniger eine reine Passivierung, sondern eher den Siegeszug des ETFs als Fondshülle.“ Aktive ETFs seien inzwi- schen ein bedeutendes Wachstumsfeld. Ursprünglich seien ETFs als reine Index- tracker gestartet, theoretisch ließen sich jedoch nahezu alle Strategien auf gelistete Wertpapiere in eine ETF-Struktur über- führen. In liquiden Kernmärkten werde weiterhin vor allem das klassische Markt- Beta dominieren. Gleichzeitig könnten künftig verstärkt aktive Strategien imETF- Mantel zum Einsatz kommen – etwa in speziellen Rentensegmenten, bei thema- tischen Ansätzen oder bei Strategien mit EHVWLPPWHQ $XV]DKOXQJVSURljOHQ Auch bei Invesco sieht man eine zuneh- mende Ausweitung des ETF-Einsatzes auf weitere Marktsegmente. Melchart ]XIROJH ZÌFKVW QDFK VWDUNHQ =XijĞVVHQ LP Aktienbereich insbesondere das Interesse an ETFs im Fixed-Income-Segment. Die Bandbreite reiche dabei von Geldmarkt- strategien über klassische Kernanleihen bis hin zu spezialisierten Lösungen wie AT1-CoCo-, AAA-CLO- oder Hybridan- leihen-ETFs. Gleichzeitig steige auch das Interesse an aktiv gemanagten ETF-Stra- tegien, die mit moderaten Abweichungen von der Benchmark zusätzliche Erträge generieren sollen. Angeführt wird die Rangliste der Sub- fonds nun ebenfalls von zwei passiven Fonds: Der iShares MSCI World ESG Enhanced UCITS ETF hat mit einem Volumen von 665,73 Millionen Euro die ehemalige Nummer eins, den VBV Low Carbon World Equity (Erste AM), verdrängt. Mit einem Volumen von 373 0LOOLRQHQ (XUR EHljQGHW HU VLFK QXQ DXI Rang sieben. Auf Platz zwei folgt mit dem Amundi MSCI World Climate Net Zero Ambition PAB ein ETF, der damit GHQ 5DLȬHLVHQ 5 )RQGV 0LOOLR - nen Euro) auf den vierten Platz verwiesen hat. Auf Platz drei ist mit dem VBV VK Global Bonds ESG von Amundi Austria der erste aktiv verwaltete heimische Fonds ]X ljQGHQ $NWXHOO VLQG ]ZHL 'DFKIRQGV investiert. CORNELIA FUSSI FP H I NWE I S : Das analysierte Dachfondsvolumen übersteigt mit 46,46 Milliarden Euro das von der VÖIG angegebene Volumen (33,72Mrd. Euro), da auch Einzeltitelfonds und PIFs, die in Fremdfonds investieren, berücksichtigt und Dach- fonds bereits ab einemSubfondsanteil von 50 Prozent erfasst werden. Die gesamte Studie finden Sie kostenlos unter fondsprofessionell.at (Suche: „Dachfonds-Studie“). Die nächste Studie erscheint Ende September in Ausgabe 3/2026. Weitere Auswertungen finden unsere Leser auf den kommenden Seiten. So teilen sich in- und ausländische Subfondslieferanten den heimischen Dachfondsmarkt Das erhobene Dachfondsvolumen von 46,46 (44,58) Milliarden Euro steckt zu 43,39 Prozent (nach 46,33%Mitte 2025) in in- und zu 56,61 Prozent (53,67%) in ausländischen Subfonds. Insgesamt kommen Fonds von 18 inländischen und 193 ausländischen KAGen zumEinsatz, das ist eine Fondsgesellschaft weniger als bei der letzten Studie. Bei den inländischen Fondslieferanten teilen sich die größten fünf ein Dachfondsvolumen von 15,42 (16,37) Milliarden Euro. Bei den von ausländischen KAGen verwalteten Geldern teilen sich die Top Five 11,99 (10,50) Milliarden der insgesamt 26,20 (23,76) Milliarden Euro, dafür rittern 188 Fonds- gesellschaften umdie verbleibenden 14,22Milliarden des Kuchens – pro Fondsgesellschaft sind das imDurchschnitt 75Millionen Euro. Quelle:FONDSprofessionellEigenrecherche 0 % 5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 % 40 % 45 % 50 % 193 ausländische KAGen 3 Banken- Generali Kepler KAG Amundi Austria Raiffeisen KAG Erste Asset Management 13 heimische KAGen 0 % 2 % 4 % 6 % 8 % 10 % 188 ausländische KAGen J.P. Morgan AM UBS ETF Xtrackers Amundi ETF iShares 193 ausländische KAGen In- und ausländische Subfondslieferanten gesamt fondsprofessionell.at 1/2026 227 FOTO: © ALEXANDER PAUL ENGELBERT | UBS ETF Henning Kahre, UBS: „Wir erlebenweniger eine reine Passivierung, sondern eher den Siegeszug des ETF als Fondshülle.“
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