FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026
PARTNER-PORTRÄT Wie funktionieren Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Kredite oder auch Krypto? Was bedeuten Kosten wirklich? Diese Basis ist wichtig, bevor man bestehende Verträge oder Veranlagungen überhaupt beurteilt. Ein zentraler Punkt bei VPI ist die laufende Betreuung. Was bedeutet das konkret? Dasswir nicht daraufwarten, bis sichder Kunde meldet. Wir arbeiten mit einem Dauerschuld- verhältnis. Das heißt: Wir begleitenKunden über Jahre hinweg aktiv, dokumentieren Gespräche, passen Strategien an und gehen auch dann auf sie zu, wenn sich Lebensumstände oder Markt- phasen ändern. Dies ist in den AGB vertraglich geregelt. Genau das fehlt im klassischen Ver- trieb oft. Sie sagen, Performance sei für vieleKunden gar nicht daswichtigste Thema. Wasmeinen Sie damit? Natürlich will niemand Geld verlieren. Aber aus meiner Erfahrung ist für viele Kunden viel wich- tiger, dass sie einklaresSystemhaben, Orientie- rung bekommen und wissen, dass sich jemand verlässlich kümmert. Die meisten wollen nicht ständig in ihr Depot schauen. Sie wollen ver- stehen, warum etwas gemacht wird, und das Gefühl haben, dass es zu ihremLeben passt. Wo sehenSie das größtePotenzial imMarkt? Ganz klar bei kleinen und mittleren Unterneh- men. Dort liegen aus meiner Sicht die größten Beratungsdefizite und gleichzeitig die größten Chancen. VieleUnternehmer sind fachlich stark, aber in Fragen der finanziellen Struktur, der Vorsorge, der Rechtsform, der betrieblichen Organisation oder der langfristigenAbsicherung oft nicht optimal aufgestellt. Deshalb haben Sie 2023 auch die Unterneh- mensberatung aufgenommen? Ja. Wir sehen bei KMU einen enormen Bedarf. Es geht dort nicht nur umprivateVorsorge, son- dern auch um betriebliche Struktur, Mitarbeiter, Gesellschaftsformen, Liquidität, Absicherung und Unternehmerpension. Wennman hier sau- ber analysiert, lassen sich oft große Verbesse- rungen erreichen. Sie sprechen dabei auch den Steuerberater und die Bank an. WelcheRolle spielen diese? Banken haben naturgemäß ihre Produktinter- essen. Und viele Steuerberater arbeiten heute sehr stark nach Vorschrift, auchwegen der ver- schärften Rahmenbedingungen. Das ist ver- ständlich, löst aber viele unternehmerischePro- blemenicht. Ich sagedeshalb: DerUnternehmer braucht jemanden, der dasgroßeGanze imBlick hat und nicht nur einen Teilbereich. Was suchen Sie aktuell konkret? Kunden oder Mitarbeiter? Beides, aber imKerngeht esmir umMenschen, die dieses Modell weitertragen können. Ich bin jetzt in einer Phase, in der ich den Fortbestand der Dienstleistung absichern will. Ich suche keine klassischen Produktverkäufer, sondern erfahrene Persönlichkeiten mit Lebenserfah- rung, die mit Unternehmern auf Augenhöhe sprechen können. Wiewürden Sie die Zielgruppe beschreiben? Menschen ab etwa Mitte 30 aufwärts, idealer- weise mit Erfahrung in Beratung, Vertrieb oder Finanzdienstleistung, aber vor allemmit Reife, Glaubwürdigkeit und Substanz. Wer nur schnell verkaufenwill, passt nicht zu uns. Wir brauchen Leute, die langfristigBeziehungenaufbauenund inhaltlich arbeitenwollen. Also weniger Vertrieb, mehr Consulting? Absolut. Wenn man es zuspitzen will: Finanz- beratung im alten Sinn ist out, Consulting ist in. Die Zukunft gehört aus meiner Sicht jenen, die echtePlanung, Bildung, Struktur und langfristige Begleitung anbieten. Was müsste sich aus Ihrer Sicht politisch ändern, damit private Vorsorge inÖsterreich wieder attraktiver wird? Es braucht wieder echte Anreize für Eigenver- antwortung. Private Vorsorge muss steuerlich spürbar gefördert werden, sonst bleibt sie für viele Menschen unattraktiv oder schlicht nicht leistbar. Der Staat diskutiert oft an den eigent- lichen Problemen vorbei. Ihr Unternehmen wird nächstes Jahr 30 Jahre alt. Was ist für Sie der wichtigste Beweis, dass Ihr Ansatz funktioniert? Dass wir trotz aller Marktumbrüche noch da sind, weiter wachsen und eine klare Position haben. Wir haben viel in eigeneSysteme, Daten- banken und Prozesse investiert und betreuen unsereKundenstrukturiert undnachvollziehbar. GenaudieseSystematik ist ausmeiner Sicht der Grund, warumwir erfolgreich sind. Danke für das Gespräch. Bianca Christina Silvestri, MBA Geschäftsleitung, VPI Vermögensplanung Kontakt Bahnhofstraße 9 5760 Saalfelden Österreich Tel.: +43/6582/702 84-12 Fax: +43/6582/702 84-99 E-Mail: christina.silvestri@vpi.at Internet: www.vpi.at/career Firmenporträt VPI wurde 1997 gegründet und betreut österreichweit Tausende Privat- und Unternehmenskunden in allen Belangen der privaten und betrieblichen Vorsorge. Die Kernkompetenzen liegen in der Planung, im lang- fristigen Aufbau und in der Sicherung von Kunden- vermögen. ANZEIGE FOTO: © VPI
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