FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026

Christoph Bachlechner leitet seit Kurzem den Partnervertrieb der Wiener Städtische Versicherung. Im Interview spricht er über Marktveränderungen, Digitalisierung, Nachwuchssorgen und strategische Wachstumsfelder. M it Jahresbeginn hat Christoph Bach- lechner die Leitung des Partner- vertriebs der Wiener Städtischen über- nommen. Nach rund 20 Jahren im Unternehmen kennt er die Branche wie kaum ein anderer – und steht nun vor großen Herausforderungen: Nachwuchs- mangel, steigende Regulierung und digi- tale Transformation. Bachlechner setzt in seiner neuen Rolle auf eine Kombination aus Innovation und Tradition. Im Inter- view spricht er über Wachstumschancen, Marktveränderungen und die Zukunft des Maklervertriebs. HerrBachlechner,SiehabenvorKurzemdie LeitungdesPartnervertriebsübernommen. Was hat sich seit Ihrem Amtsantritt verän- dert, undwelcheThemenstehenaktuell im Mittelpunkt IhrerArbeit? Um diese Frage zu beantworten, muss ich ein wenig weiter ausholen. Ich bin seit rund 20 Jahren bei der Wiener Städti- schen tätig und habe in dieser Zeit viele Stationen im Vertrieb durchlaufen. Die aktuelle Funktion habe ich aber nicht erst mit Jahresbeginn übernommen, sondern ich war bereits seit April vergangenen Jahres als Stellvertreter tätig und konnte mich intensiv einarbeiten. Dadurch war ich in viele Themen schon früh einge- bunden. Ein ganz zentrales Projekt, das mich bereits in dieser Phase begleitet hat, ZDU HLQH JURĕH $XVELOGXQJVRȬHQVLYH IĞU unsere Partnerbetreuerinnen und Partner- betreuer. Es handelt sich dabei um die größte Initiative dieser Art seit vielen Jah- ren. Mein Anspruch ist, die Betreuungs- qualität weiterhin auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Dazu gehört für mich vor allem die persönliche und regionale Nähe zu unseren Vertriebspartnern. Wir sind in allen Bundesländern mit Landes- direktionen vertreten und stellen sicher, GDVV XQVHUH 3DUWQHU YRU 2UW lj[H $QVSUHFK - personen haben. Die ersten Wochen in meiner neuen Funktion habe ich mich stark auf persönliche Gespräche konzen- triert. Mir war es wichtig, mich direkt mit unseren Vertriebspartnern auszutau- schen und gemeinsam zu analysieren, wo Wachstumspotenziale liegen, welche stra- tegischen Schwerpunkte wir gemeinsam setzen wollen und in welchen Bereichen die Zusammenarbeit noch intensiver wer- den kann. Gleichzeitig geht es natürlich nicht nur um das Tagesgeschäft, sondern auch darum, frühzeitig die richtigen Wei- chen für die Zukunft zu stellen. Wie hat sich der Partnervertrieb aus Ihrer Sicht inden letztenJahrenverändert? (LQH GHU DXȬÌOOLJVWHQ (QWZLFNOXQJHQ LVW GLH zunehmende Konsolidierung am Markt. Wir sehen immer mehr Zusammen- schlüsse von Maklern und eine wachsende Bedeutung vonMaklerpools und größeren Einheiten. Das hat aus meiner Sicht auch eine klare Logik. Unsere Branche ist stark reguliert, und es kommen laufend neue Anforderungen hinzu, sei es im Bereich Datenschutz oder bei anderen gesetzlichen Vorgaben. Für kleinere Vermittler wird es dadurch immer schwieriger, allein sämtli- che Anforderungen zu erfüllen. „ Persönliche Beratung bleibt unverzichtbar“ » Für kleinere Vermittler wird es immer schwieriger, allein sämtliche Anforderungen zu erfüllen. « Christoph Bachlechner, Wiener Städtische FONDS & VERSICHERUNG Christoph Bachlechner | Wiener Städtische 162 fondsprofessionell.at 2/2026

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