FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2026
mit rund 3.100 Mitarbeitern die größte Niederlassung des vereinten Hauses sowie der Hauptsitz außerhalb der USA werden. Weitere Details wie konkrete Kosten- einsparungsziele legten die Käufer bislang QLFKW RȬHQ Ľ0LW GLHVHU 7UDQVDNWLRQ ZRO - len wir neue Wachstumschancen für ver- mögende Privatanleger und institutionelle Investoren auf der ganzen Welt erschlie- ßen“, lässt sich Nuveen-Chef William +XȬPDQ OHGLJOLFK HQWORFNHQ Schroders hatte in den ver- gangenen Jahren mit Schwie- rigkeiten gerungen. Beobach- ter kritisierten die vergleichs- weise hohe Kostenbasis sowie das langsamere Wachstum im Bereich der Privatmärkte. Vor diesem Hintergrund sieht die Ratingagentur Scope ĽYLHO 3RWHQ]LDO IĞU EHLGH 6HL - ten“, schreiben die Analysten des Hauses in einer Einschät- zung des Deals. Dieser könne auch Anlegern Vorteile brin- gen. Insbesondere mit Blick DXI GLH JHRJUDljVFKH $XVULFK - tung ergänzen sich die beiden Gesellschaften gut, so die Scope-Autoren. Während Schroders hierzulande mit einem Sortiment von gut 140 Fonds pro- minent vertreten sei, nehme Nuveen eher eine Nischenstellung ein. Die starke Prä- senz von Schroders könne Nuveen helfen, ĽELVKHU ZHQLJ VLFKWEDUH 6WUDWHJLHQ EUHLWHU zu platzieren“, so die Scope-Experten. Ľ¶EHUVFKQHLGXQJHQ EHL GHU 3URGXNW - palette gibt es zwar in Kategorien wie globalen Aktien- oder Rentenfonds“, erläutern die Scope-Analysten. Wichtiger seien aber die unterschiedlichen Zielgrup- SHQ Ľ6FKURGHUV LVW VWDUN LP HXURSÌLVFKHQ Retail- und Wholesale-Markt vertreten, Nuveen bei institutionellen US-Investo- UHQĺ VR GLH ([SHUWHQ Ľ'XUFK GHQ =XVDP - menschluss entsteht die Chance, Produkte beider Häuser in neuen Märkten breiter zugänglich zu machen.“ Allerdings gebe es auch Herausforde- rungen, betonen die Scope-Experten. Ľ.XOWXUHQ PĞVVHQ ]XVDPPHQZDFKVHQ Produktfamilien müssen neu sortiert werden, und Kunden dürfen keine Ver- ZLUUXQJ ĞEHU ¶EHUVFKQHLGXQJHQ RGHU Doppelstrukturen erleben“, erläutern die $XWRUHQ Ľ3RVLWLY LVW MHGRFK GDVV 6FKUR - ders zunächst als eigene Einheit bestehen und London als großer Standort erhal- ten bleibt – das sorgt für Stabilität in der ¶EHUJDQJVSKDVHĺ (QWVFKHLGHQG ZHUGH sein, wie gut die Integration organisiert wird und ob beide Marken ihre Stärken skalieren könnten. Gegenangebot auf dem Tisch Derweil brach bei Janus Henderson ein Ringen um die Eigentümerschaft aus. So hatten im Oktober 2025 der Minderheits- aktionär Nelson Peltz mit sei- QHU 7ULDQ )XQG 0DQDJHPHQW sowie die Beteiligungsgesell- schaft General Catalyst ange- kündigt, den Asset Manager komplett übernehmen zu wol- OHQ 7ULDQ KÌOW EHUHLWV UXQG Prozent der Janus-Henderson- Aktien. Im Dezember schien der Deal dann festgezurrt. Peltz und Co. boten 7,4 Mil- liarden Dollar, was 49 Dollar MH $NWLH HQWVSULFKW Doch Ende Februar folgte GLH ¶EHUUDVFKXQJ 'LH 86 Fondsgesellschaft Victory Capital stieg in das Rennen ein und bot rund 57 Dollar fondsprofessionell.at 1/2026 203 FOTO: © MATT KOSTERMAN I NUVEEN, SCHRODERS Dicker Fisch mit viel Beifang Branchenanteil der Asset Manager Imeuropäischen Fondsmarkt setzt sichmit Blackrock ein US-Haus an die Spitze. Basis:FondsundETFs,ohneDachfonds,FeederundGeldmarkt|Stand:perEndeAugust2025|Quelle:Morningstar Volumenverteilung der 100 größten Fondsanbieter in Europa 15 % 6 % 5 % 4 % 4 % 3 % 2 % 2 % 2 % 2 % 55 % Blackrock UBS Amundi DWS Vanguard J.P. MorganAM Fidelity International Nordea Pimco Union Investment Asset Manager 11 bis 100 William Huffman, Nuveen: „Mit dieser Transaktion wollenwir neueWachstumschancen auf der ganzen Welt erschließen.“ Richard Oldfield, Schroders: „Wir sehen in Nuveen einen Partner, der unsereWerte teilt und spannende Möglichkeiten schaffenwird.“
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