Die Finanzmarktaufsicht hat die Fusion von Wiener Städtischer Versicherung und s Versicherung durchgewunken; der Deal ist im Firmenbuch eingetragen. "Nach Ungarn, Slowakei und Kroatien konnten wir in Österreich jetzt unsere größte Bankversicherungsgesellschaft mit unserem größten lokalen Allspartenversicherer planmäßig und erfolgreich verschmelzen. In Österreich hat der Bankversicherungsvertrieb vor allem in der Lebensversicherung einen traditionell hohen Stellenwert, den wir nun stärker für die anderen Sparten nutzen werden. Deshalb wurde bereits im Vorjahr unser Pilotprojekt zur Angebots- und Serviceerweiterung für die Kunden unseres Vertriebspartners Erste Group bewusst in Österreich gestartet", so Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group VIG in einer Aussendung.

Die Wiener Städtische ist eine Tochter der VIG. Die s Versicherung (Sparkassen Versicherung AG) war die 74-Prozent-Tochter der Wiener Städtischen. "Die Wiener Städtische Versicherung kann ab sofort neben dem eigenen Außendienst und dem Partnervertrieb auch auf den Bankenvertrieb setzen – damit verfügen wir über drei sehr starke Vertriebswege", sagt Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung.

Bartalszky neu im Vorstand der Städtischen
Mit der Fusion wird Manfred Bartalszky, bisher Vorstand der s Versicherung, in den Vorstand der Wiener Städtischen berufen. Die s Versicherung bleibt als Marke bestehen. Neben der Lebens- und Unfallversicherung können Bankkunden nun aus einem breiteren Produktangebot wählen. "Gemeinsam mit unseren Partnern Erste Bank und Sparkassen sehen wir vor allem in der Kranken- und Sachversicherung erhebliches Potenzial", so Lasshofer. Die Fusion ändert für die bestehenden Kunden der s Versicherung nichts. Versicherungspartner ist jedoch jetzt die Wiener Städtische Versicherung. Die Kunden sollen darüber in den nächsten Tagen informiert werden.
 
Die Wiener Städtische Versicherung sieht sich damit als der größte Lebensversicherer in Österreich mit einem Prämienvolumen von knapp 1,4 Milliarden Euro und einem Marktanteil von mehr als 23 Prozent. Die Gesamtprämien aller Sparten summieren sich auf mehr als drei Milliarden Euro, hier sei man Nummer zwei. Das verwaltete Vermögen erhöht sich den Unternehmensangaben zufolge auf rund 22 Milliarden Euro. (eml)