Im Jahr 2019 fusionierte der in Niederösterreich beheimatete Versicherungsmaklerpool "Die Maklergruppe" endgültig mit dem Deutsch-Schweizer Insurtech Wefox. Beide waren bereits länger technische Partner. Im April hat das Unternehmen nun seine neue App an den Markt gebracht, die das Wachstum ankurbeln soll. Das erklärt Matthias Lindenhofer – gemeinsam mit Rainer Vogelmann Geschäftsführer in Österreich – in einem Interview, das in voller Länge in der neuen Printausgabe von FONDS professionell erscheint.

Die alte Wefox-App war nicht verknüpft mit der Technik aus der "Maklergruppe", in der Beratung gab es daher Bruchstellen. Die neue Anwendung hingegen wurde aufgesetzt auf das IT-Komplettsystem mit Kundenverwaltungsprogramm und Beratungstool, das in den vergangenen Jahren ebenfalls neu aufgestellt wurde. "Der Makler kann dem Kunden bei der Beratung vor Ort alles auf der App anzeigen. Kunden bekommen die Angebote in Echtzeit, können sofort unterschreiben. Der Kunde sieht in der App seinen gesamten Versicherungshaushalt, auch die Fremdverträge, die er nicht beim Makler abgeschlossen hat. Er braucht dafür nicht vier Versicherungs-Apps", so Lindenhofer.  

Bis zu 300.000 neue Kunden erhofft
Fast jeder Verbraucher wickle heute seine Bankgeschäfte online ab, und die Leute würden das auch von der Versicherung erwarten. Die digital unterstützte Maklerbetreuung sei in Österreich für rund drei Millionen Menschen von Interesse. "Davon möchten wir in den kommenden zwei bis drei Jahren unseren Maklern fünf bis zehn Prozent zuspielen", so Lindenhofer. Er kündigt umfassende Werbemaßnahmen an.

Den angepeilten Zuwachs werde "in der Zeit wahrscheinlich kein anderer schaffen, weil die Technik in der Kombination mit dem Makler bei uns einzigartig ist", gibt sich Lindenhofer überzeugt. Das aus rund 200 Maklern mit jeweils mehreren Innenkräften bestehende Wefox-Österreich-Netz könne rasch eine hohe Anzahl von Fremdverträgen bewältigen. (eml)


Das gesamte Interview erscheint in der Printausgabe von FONDS professionell 2/2021 und kann auch im E-Magazin nachgelesen werden. Darin spricht Matthias Lindenhofer unter anderem über das Gebührenmodell, über die Gewerbeversicherung als Wachstumsfeld oder darüber, welche Einnahmenbereiche Maklern künftig wegbrechen könnten.