Der börsenotierte Versicherungskonzern VIG geht in die Frühfinanzierung von Startups. Über seine Beteiligungsgesellschaft VIVECA Beteiligungen GmbH hat das Unternehmen einen einstelligen Euro-Millionenbetrag in den Venture Capital Fonds IST Cube investiert. 

Der Fonds, der nach der Rechtsform eines EuVECA gestaltet ist, ist eng verzahnt mit dem Forschungsinstitut IST Austria in Klosterneuburg (NÖ). Zweck des Fonds ist die Frühfinanzierung von Start-ups, die Wissenschafts- und Technik-bezogene Innovationen liefern. Aktuell befinden sich im Portfolio sechs Projekte aus den Bereichen Medizin, IT und Biochemie. Darunter das Startup Prewave, das per künstlicher Intelligenz Umwelt- und soziale Risiken prognostiziert; die Leistungen sind laut dem Unternehmen auch für Versicherungen gedacht.

Kommerzieller und strategischer Erfolg erhofft
Das Investment soll der VIG zum einen einen kommerziellen Erfolg bringen. Gleichzeitig erwarte man sich auch einen Informationsvorsprung bei Innovationen, so wie mögliche strategische Partnerschaften oder ein direktes Co-Investment, wie Generaldirektorin Elisabeth Stadler in einer Aussendung erklärt. Insgesamt wolle der IST Cube über die gesamte Laufzeit rund 40 Projekte mit je ein bis zwei Millionen Euro fördern.

Am IST Cube beteiligt sich unter anderem noch der European Investment Fund (EIF) als Ankerinvestor und die Austria Wirtschaftsservice, die Förderbank des Bundes (aws). Die Gesamtlaufzeit des Venture Capital Fonds sei auf zehn Jahre ausgelegt. (eml)