Ein halbes Jahr nach der Expansion des deutschen Insurtechs Clark nach Österreich erfährt man erstmals Zahlen. Clark betreue "derzeit eine mittlere vierstellige Kundenzahl in Österreich", sagte eine Sprecherin gegenüber FONDS professionell ONLINE. Die App, über die Konsumenten ihre diversen Versicherungsverträge managen können, kommt hierzulande auf ein Prämienvolumen von über vier Millionen Euro. Zum Vergleich: Der gesamte österreichische Versicherungsmarkt umfasst Prämien in Höhe von rund 17,8 Milliarden Euro.

Die Plattform, die in April in Österreich gelauncht wurde, setzt nun auf Wachstum durch Kooperationen. Im Juni wurde in Österreich mit der Handybank N26 ein namhafter Partner bekannt gegeben. N26 leitet seine Kunden zum Versicherungswallet des Insurtechs weiter. Weitere Kooperationen seien zu erwarten. "Wir führen bereits erste Gespräche mit weiteren Partnern", so die Sprecherin, ohne jedoch genauere Details zu nennen.

Pensions-Situation
Wie am Online-Portal des Unternehmens zu sehen ist, können die meisten Versicherungsverträge über Clark gemanagt werden, für den Bereich Leben gibt es allerdings keinen Button. Laut Unternehmensangaben gibt es jedoch seit Kurzem einen Pensionsrechner, der die individuelle Pensionssituation anzeigt und verändern lässt. Genauere Infos über dieses "Pensionscockpit" sind vorerst online nicht zu finden.

Erfreulich sei, dass sich die Clark-Nutzer gleichermaßen auf ländliche wie urbane Regionen Österreichs verteilen; auch in der flächenmäßig kleinsten Gemeinde Rattenberg habe man Kunden, so Philip Steiner, Geschäftsführer von Clark Österreich in einer Aussendung.

Das 2015 von Christopher Oster, Steffen Glomb, Marco Adelt und Chris Lodde in Deutschland gegründete Insurtech ermöglicht es Kunden, einerseits einen Überblick über ihre Versicherungssituation zu bekommen. Auf der anderen Seite identifiziert die App bessere Tarife. Insgesamt nennt Clark eine Kundenzahl von 250.000. Die Geschäftsführung in Österreich obliegt neben Marco Adelt dem Salzburger Philip Steiner. (eml)