Der Vermögensschadenhaftpflichtversicherer Höher hat ein Produkt aufgelegt, das Unternehmen sowohl gegen Schäden durch Fehlverhalten von Vertrauenspersonen absichert, als auch gegen Schäden durch externe Dritte, etwa Hacker. Das teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit. Das neue Produkt steht auch Versicherungsmaklern zum Verkauf zur Verfügung.

Unter Vertrauenspersonen können Geschäftsleiter ebenso fallen wie Mitarbeiter, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Geldwäsche-, Datenschutz- und Compliance-Beauftragte. Gedeckt sind Schäden durch Verrat eigener und fremder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sowie Schäden, die durch eine Vertrauensperson durch wissentliches Abweichen von Vorschriften, Anweisungen oder durch eine sonstige wissentliche Pflichtverletzung (dolus eventualis) verursacht wurden.

Ersetzt werden im Schadenfall nachweislich entstandene, notwendige und angemessene interne und externe Kosten für die Schadenermittlung, Rechtsverfolgung, Abwehr eines von einem Dritten geltend gemachten Anspruchs, Maßnahmen zur Feststellung und Aufklärung des Verdachtes der Spionage sowie Vertragsstrafen (sofern eine rechtliche Verpflichtung dazu bestand).

Cyber-Risiken
Gedeckt sind unter anderem auch vertragliche oder gesetzliche Schadenersatzverpflichtungen, Schäden durch rechtswidrige Eingriffe Dritter in das EDV-System (inklusive Man-in-the-Middle-Attacke) und an der Software oder den Daten durch einen zielgerichteten Angriff. Bei solchen Cyber-Crime-Attacken übernimmt der Versicherer die Wiederherstellungskosten und die Mehrkosten zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

Deckungserweiterungen sind möglich. Etwa für die Zugehörigkeit zur gesetzlichen Anlegerentschädigungseinrichtung von Wertpapierfirmen. Der Versicherer ersetzt dabei Sonderbeiträge, die Wertpapierfirmen an die gesetzliche Anlegerentschädigung zahlen müssen. "Der wohl bekannteste Fall dazu ereignete sich im Bereich der AvW-Genussscheine, hier mussten Wertpapierfirmen entsprechende Sonderzahlungen leisten", heißt es. (eml)