Was die Prämieneinnahmen betrifft, können die österreichischen Versicherungsunternehmen nicht klagen. Trotz der Corona-Pandemie gab es im zweiten Quartal 2020 verglichen mit dem Vorjahr eine Steigerung um 2,54 Prozent auf 4,61 Milliarden Euro. Besonders stark waren Schaden/Unfall (5,64 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro) sowie Krankenversicherung (4,75 Prozent auf 601 Millionen Euro). Die Lebensversicherung sackte hingegen erneut ab – und zwar um 4,42 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Das zeigen die soeben veröffentlichten Quartalszahlen durch die FMA.

Sehr deutlich manifestiert sich die Krise jedoch beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT). Hier steht im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 40,41 Prozent auf 684,69 Millionen Euro zu Buche. Schuld ist in erster Linie der Einbruch beim Finanzergebnis, das sich auf 858,84 Millionen Euro mehr als halbierte. Auch das Versicherungstechnische Ergebnis war mit einem Minus von gut einem Prozent (minus 4,52 Millionen Euro) auf 428,82 Millionen Euro rückläufig.

Weiterhin zufriedenstellend sei der Solvabilitätsgrad der österreichischen Versicherungsunternehmen, auch wenn dieser leicht abgenommen hat. Jedes zweite Unternehmen hatte einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 200 Prozent, schreibt die FMA in einer Aussendung. Diese Unternehmen verfügten damit über doppelt so hohe Eigenmittel als aufsichtsrechtlich erforderlich. Der Durchschnittswert (Median) lag bei 199,29 Prozent. (eml)