Aufgrund neuer Regulierungserfordernisse, etwa der IDD, mussten in den vergangenen Jahren auch die Courtagevereinbarungen überarbeitet werden – die Basis für die Zusammenarbeit und Vergütung von Versicherungsvertreibern und Versicherungsunternehmen. Nicht immer waren die Betroffenen mit den Änderungen zufrieden. Sowohl bei Maklern als auch bei Versicherungsagenten gab es Beschwerden über Verschlechterungen oder Fallstricke.

Mehrere Maklervertreter-Organisationen haben diesbezüglich seit 2019 mit den Versicherungen verhandelt. Acht Assekuranzen haben inzwischen den Verbesserungsforderungen zugestimmt: ARAG, D.A.S. und Roland (alle Rechtsschutzversicherung), Generali, Niederösterreichische, Nürnberger, Tiroler und Wüstenrot. Bei diesen Betrieben gibt es "grünes Licht", wie Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, Andreas Krebs, Präsident des Verbandes der Österreichischen Versicherungsmakler und Alexander Punzl, Präsident des Österreichischen Versicherungsmaklerringes (ÖVM) in einer Aussendung mitteilen.

Negativliste und Mustercourtage
Aufrecht bleibt jedoch ihre "dringende Empfehlung", die Verträge im Detail weiter zu prüfen und eigenverantwortlich über die Bedingungen zu entscheiden. Hilfestellung dafür leiste etwa eine "Negativliste" von Klauseln, die über den WKO-Mitgliederbereich zugänglich ist. Sie legt mögliche Problemfelder bei Courtagevereinbarungen offen. Bei Details bietet sich eine Anfrage an die Maklerbetreuung an. Als "Ideal" könne die Mustercourtage des Fachverbandes hergenommen werden, die ebenfalls über den WKO-Mitgliederbereich einsehbar ist.

Berghammer, Krebs und Punzl sprechen von "langen Verhandlungsrunden". Die Verträge, die durch den Rechtsanwalt Markus Freilinger überprüft wurden, sollen eine "faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Versicherern ermöglichen", heißt es. In den kommenden Monaten wolle man mit weiteren Vertragspartnern Ergebnisse erzielen. (eml)