Der Versicherungskonzern Uniqa Insurance Group AG hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 57,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang um 76,3 Prozent zum Jahr davor, wie aus Unterlagen des börsenotierten Unternehmens hervorgeht. Das Konzernergebnis sank um fast 92 Prozent auf 19,4 Millionen Euro. Das Ergebnis ist damit aber besser als angenommen. Frühere Erwartungen eines "auch möglicherweise negativen Ergebnisses" sind nicht eingetroffen.

Der Ergebnisrückgang sei durch Einmaleffekte belastet. Die Geschäftsentwicklung sei hingegen weiter solide, heißt es. Besonders Sach- und Krankenversicherung hätten sich stärker als erwartet entwickelt, während es im Lebensbereich wieder um 0,5 Prozent bergab ging (brutto). Die Bruttoprämien stiegen inklusive der übernommenen Osteuropa-Töchter der Axa um 3,6 Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Euro. Ohne die Axa-Gesellschaften in Tschechien, der Slowakei und Polen stünde allerdings ein Prämienrückgang um 0,4 Prozent zu Buche.

Hohe Belastung durch AXA-Deal und Kapitalanlagen
Gleichzeitig sorgte die AXA-Integration (gemeinsam mit Restrukturierungsausgaben und Anpassungen von Firmenwerten in CEE) auch für hohe einmalige Kosten von 243 Millionen Euro. Die operativen Ausgaben legten um 11,3 Prozent zu. Dazu belastet ein starker Rückgang beim Veranlagungsergebnis in Höhe von 13,6 Prozent aufgrund der Wertminderungen von Aktien und Anleihen im Corona-Jahr 2020 das Ergebnis. Insgesamt schrumpfte das Versicherungstechnische Ergebnis um 21,3 Prozent.

Zur Freude der Aktionäre ist der im Raum stehende Verzicht auf eine Dividendenausschüttung für 2020 angesichts des doch eingetretenen positiven Ergebnisses Geschichte. Abhängig von weiteren Pandemie-bedingten Ausschüttungsbeschränkungen der Regulatoren FMA und EIOPA will der Vorstand der HV am 31. Mai 2021 eine Dividende in Höhe von 0,18 Euro je Aktie vorschlagen. Das ist mehr als das Ergebnis je Aktie, das auf 0,06 Euro gesunken ist. (eml)