So performten die Pensions- und Vorsorgekassen im Auftaktquartal
Die negative Marktentwicklung in den ersten Monaten dieses Jahres machte sich bei der Performance von Österreichs Pensions- und Vorsorgekassen bemerkbar. Bei einigen anderen wichtigen Kennzahlen sind die Vorzeichen jedoch nicht rot, sondern grün.
Österreichs Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge erlebten im ersten Quartal des Anlagejahres 2026 Licht und Schatten. Das ist den am 1. Juli von der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) veröffentlichten Zahlen zum Auftaktquartal zu entnehmen.
Rote Vorzeichen bei der Performance
Während die langfristige Performance stabil bleibt, gab es auf kurze Sicht im ersten Quartal rote Vorzeichen: Sowohl die Pensionskassen (PK) als auch die traditionell sehr defensiv investierenden betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) verzeichneten im Branchendurchschnitt in den ersten drei Monaten eine negative Performance in Höhe von jeweils 1,0 Prozent. Bei den Pensionskassen ist dies vor allem auf Kursrückgänge bei Aktien zurückzuführen, bei den defensiveren Vorsorgekassen auf Kursrücksetzer bei den hoch gewichteten Anleihen.
"Aufgrund der stärker auf Anleihen ausgerichteten Gewichtung der Vermögenswerte der Vorsorgekassen wirken sich Schwankungen auf den Aktienmärkten wie im ersten Quartal bei diesen weniger aus als bei den Pensionskassen", merkt die FMA an, um zu betonen: "Die Ergebnisse der Pensions- und Vorsorgekassen in einem verändertem Marktumfeld und die Reaktion auf steigende Zinsen und erhöhte Volatilität sind weiterhin zentrale Aufsichtsaspekte der FMA."
Performance im Vergleich

Quelle: FMA
Auswirkungen auf das verwaltete Vermögen
Die negative Performance des ersten Quartals hat Auswirkungen auf das verwaltete Vermögen. So sank das Vermögen der Pensionskassen im Betrachtungszeitraum zum Vorquartal um 0,8 Prozent und stand Ende März bei 30,1 Milliarden Euro.
Bei den Vorsorgekassen wuchs das Vermögen hingegen um 0,4 Prozent gegenüber Ende 2025 auf einen neuen Rekordstand von 23,8 Milliarden Euro Ende März 2026. Das liegt auch an den laufenden Einzahlungen der Millionen Anwartschaftsberechtigten.
Mehr Anwartschafts- und Leistungsberechtigte
Bei den Pensionskassen stieg die Anzahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten auf rund 1,145 Millionen Personen leicht an. Die Zahl derjenigen, die eine Pensionsleistung beziehen, wuchs auf 161.389 oder 14 Prozent der gesamten Berechtigten an.
Bei den betrieblichen Vorsorgekassen erhöhte sich die Anzahl der Anwartschaften (inklusive Mehrfachanwartschaften bei verschiedenen BVK aufgrund von Arbeitgeberwechseln) leicht auf 11,49 Millionen. (aa)















