Für eine knappe Million Österreicher zahlen Unternehmen in eine Pensionskasse ein, eingerechnet in die Zahl sind auch Personen, die schon Leistungen beziehen. Ihnen steht bei Problemen ab nun eine Ombudsstelle offen. Das teilt der Fachverband der Pensionskassen, der die Stelle eingerichtet hat, in einer Aussendung mit. Mit der Leitung wurde der Jurist Ernst Klicka beauftragt.

Klicka war 35 Jahre lang bei Unilever tätig und Vorstand der Unilever Pensionskasse. Er agiere weisungsfrei, heißt es. Der Ombudsmann prüfe Anliegen "unabhängig, neutral und vertraulich". Ziel sei es, eine gütliche Einigung zu erreichen. Verfahren vor der Ombudsstelle sind für die Berechtigten kostenlos. "Der Ombudsmann soll alle berechtigten Anliegen prüfen, Erwartungshaltungen hinterfragen und gegebene Regelungen erörtern", so Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen.

Vermögen von 24,6 Milliarden Euro
Derzeit haben mehr als 976.000 Personen (23 Prozent der beschäftigten Österreicher) Anspruch auf eine Firmenpension. Insgesamt veranlagen die acht Pensionskassen derzeit ein Vermögen von über 24,6 Milliarden Euro. Sie sind den Angaben zufolge der größte private Pensionszahler Österreichs. (eml)