Für Erwin Mollnhuber, seit Anfang Juni zuständiger Vorstand für den Bereich Marketing und Vertrieb bei der Nürnberger Versicherung, ist die Zukunft des selbständigen Vertriebs in Österreich auch für die nächsten Jahrzehnte gesichert. So zeigt sich Mollnhuber davon überzeugt, dass moderne Beratungs- und Vertriebstechnologie die Arbeit der Berater wesentlich erleichtern, aber niemals ersetzen wird. "Eine Polizze, die ohne Beratung abgeschlossen wird, bleibt die Ausnahme", so der Vertriebsvorstand. 

"Lebenssituation lässt sich nicht in ein standardisiertes Schema pressen"
"Ich gehe davon aus, dass die qualitativ hochwertige Beratung des Kunden künftig noch wichtiger wird als bisher. Es gibt zwar im Internet eine Fülle von Informationen zu Versicherungsthemen und -produkten, doch tragen diese kaum dazu bei, den Kunden in die Lage zu versetzen, selbständig die geeignete Versicherungslösung zu finden und abzuschließen", so Mollnhuber weiter. "Beim Thema Vorsorge und Risikoabsicherung geht es um die gesamte Lebenssituation des Kunden, und die lässt sich nicht einfach in ein standardisiertes Schema pressen."

Die Fülle an Informationen und Regulatorien führe zwangsläufig dazu, dass der Kunde erst nach einer guten Beratung suche und diese insbesondere beim selbständigen Vermittler auch finde. "Ein gutes Beispiel dafür ist die Berufsunfähigkeitsversicherung", ergänzt Mollnhuber.

Beratungstools als Unterstüzung
Sehr wohl auf Technologie setzt die Versicherung, wenn es um die Unterstützung ihrer Vertriebspartner im Rahmen ihrer Beratungs- und Vertriebstechnologie geht. "Dort wo es im Beratungsprozess sinnvoll ist, bieten wir Beratungstools wie Lückenrechner, die der Berater im Kundengespräch einsetzt, an. Dort wo dies nicht notwendig ist, versuchen wir Prozesse zu digitalisieren, zum Beispiel in der Überleitung von Antragsdaten zur Polizzierung oder beim elektronischen Fondswechsel", erläutert Mollnhuber.

Gerade im Bereich der Fondspolizzen konnte die Versicherung ihr Neugeschäft deutlich steigern. Besonders stark verlief das erste Quartal 2018 mit einer Neugeschäftssteigerung von 74 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

Nürnberger und Garante rücken noch enger zusammen
Neben dem Vertriebsressort in der Nürnberger Versicherung verantwortet Mollnhuber auch die Vertriebsagenden in der Garanta Versicherung. Damit werden die beiden Unternehmen,
die bereits im Produkt- und Verwaltungsbereich eng zusammen arbeiten, auch auf Vertriebsseite noch besser koordiniert.

"Dabei ist es mein Ziel, auf Basis marktfähiger Produkte sowohl die Produkte der Nürnberger als auch in Zukunft vermehrt der Garante unseren Vertriebspartnern näher zu bringen", so Mollnhuber abschließend. (gp)