Die Grazer Merkur Versicherung sorgte Ende des vergangenen Jahres mit der Übernahme der Nürnberger Versicherung Österreich für Aufsehen in der Branche. Die Nürnberger soll mit dem Standort Salzburg zum Lebensversicherungsspezialisten in der Merkur- Gruppe werden. Gemeinsam kommen beide Unternehmen laut VVO-Zahlen auf einen Gesamtmarktanteil von 3,55 Prozent. Damit würde die Merkur im allgemeinen Ranking vor die Grazer Wechselseitige auf Platz 7 rücken. Im Lebensbereich würden beide gemeinsam auf 2,87 Prozent kommen und damit nach 2020er-Zahlen auf Platz neun liegen.

Zehn Prozent mehr Neuanstellungen
Rückblickend wuchs das Unternehmen im vergangenen Jahr aber nicht nur anorganisch, so investierte die Versicherung in neue Jobs, in die digitale Infrastruktur und den Bereich Datascience. Mehr als 100 neue Mitarbeiter wurden laut der Merkur Versicherung im vergangenen Jahr eingestellt, das 2020 gegründete Innovation Lab hat sich mittlerweile zu einem Ausbildungshub für Fachkräfte entwickelt und personell verdoppelt. Das konzerneigene Start-up kümmert sich um Themen wie Machine-Learning-Lösungen und Künstliche Intelligenz und versucht dabei neue Versicherungsideen zu entwickeln. Gestartet ist das Innovation Lab mit vier Spezialisten, ein Jahr später arbeiten bereits acht Mitarbeiter in der Datenwerkstatt, die ihr Wissen auch extern anbietet. Seit kurzem ist das Innovation Lab auch Partner des Unicorn-Projekts der Universität Graz.

Insgesamt konnte die Versicherung im zurückliegenden Jahr rund zehn Prozent mehr Neuanstellungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. "Wir haben uns dazu entschieden, diese andauernde Situation als Zukunftschance wahrzunehmen, uns als Team neue Möglichkeiten zu erarbeiten, haben viel gelernt und mit Zuversicht sowie Vertrauen in die eigenen Stärken die Basis für morgen geschaffen. Mit dieser Kultur des Ermöglichens übernehmen wir als Arbeitgeber auch im Sinne des Wirtschaftsstandorts die notwendige Verantwortung", erklärt Ingo Hofmann, CEO der Merkur Versicherung. (gp)