Nachdem der Finanzminister vergangene Woche eine KEst-Befreiung für Wertpapiere mit einer Behaltefrist noch für dieses Jahr in Aussicht gestellt hat, meldet sich nun der österreichische Versicherungsverband (VVO) zu Wort und fordert eine steuerliche Entlastung für Lebensversicherungen.

So weist der Verband darauf hin, dass  im Regierungsprogramm auch von der Schaffung adäquater Rahmenbedingungen für die private Altersvorsorge die Rede sei. „Die Lebensversicherung ist nach wie vor das wichtigste Instrument für private Vorsorge, daher sollten auch in der Lebensversicherung steuerliche Entlastungen vorgenommen werden“, sagt VVO-Präsident Robert Lasshofer.

Die anhaltende Niedrigzinsphase, die demografische Entwicklung und die angespannte Budgetsituation machen eine Reform der zweiten und dritten Säule laut dem VVO dringend notwendig. „Darüber hinaus nimmt der Gender-Pension-Gap immer noch laufend zu. Frauen, die in Österreich 2020 in Pension gingen, erhalten durchschnittlich monatlich um über 600 Euro weniger als Männer. Zusätzlich kommt den Versicherungen als großen institutionellen Investoren eine Hebelwirkung beim Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu. Für Lebensversicherungen als Instrument der ergänzenden Altersvorsorge braucht es daher steuerliche Anreize und Entlastungen“, führt der Verband weiter aus.

Der Verband hat die Forderungen an die Regierung bereits vergangenes in einem umfrangreichen Plan zusammengefasst, mit dem die private und betriebliche Altersvorsorge gestärkt werden und die Ankündigungen im Regierungsprogramm umgesetzt werden können (siehe auch: VVO-Forderungen im Überblick). (gp)