Der italienische Generali-Konzern baut in Deutschland kräftig um. Davon betroffen sind auch österreichische Kunden, wie die FMA mitteilt. Im vorliegenden Fall geht es um die Reorganisation des Sachversicherungs-Bereichs.

Die Generali Versicherung will einen Teil ihres Versicherungsbestandes in der Nicht-Lebensversicherung durch Abspaltung auf die Generali-Tochter Dialog Versicherung übertragen. Der restliche Nicht-Lebensversicherungsbestand soll über eine Verschmelzung auf die Tochter Aachen-Münchener Versicherung übergehen. "Nach den Angaben der deutschen Aufsichtsbehörde (Bafin) sind davon auch Verträge mit Versicherungsnehmern in Österreich betroffen. Gemäß § 31 Abs. 4 VAG 2016 besteht kein Kündigungsrecht der Versicherungsnehmer aus Anlass der Übertragung", teilt die FMA mit.

Leben verkauft, Sachversicherung reorganisiert
Der italienische Generali-Konzern hat in Deutschland massive Umstrukturierungen vorgenommen. Die Sparte Generali Leben und deren rund vier Millionen Polizzen wurde an den Abwickler Viridium verkauft. Ende April 2019 hat die deutsche Finanzmarktaufsicht Bafin diesen Deal endgültig genehmigt. Eine Umbenennung plant der neue Eigentümer im Herbst 2019.

Den Rest des Geschäfts wird die Generali reorganisieren und einem Rebranding unterziehen. Der Markenname der Tochter Aachen-Münchener soll Mitte 2019 fallen. Die Aachen-Münchener Leben soll dann Generali Deutschland Leben heißen. Die Sachsparte der Aachen-Münchener soll den Namen Generali Deutschland Versicherung bekommen.

Das Online-Direktgeschäft der deutschen Generali Versicherung läuft unter dem Namen Cosmos, die Makler dürfen die Produkte nur noch unter dem Markennamen Dialog anbieten. Der Exklusivvertrieb, der an die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) ausgelagert wurde, bedient sich künftig ausschließlich der Marke Generali. (eml)