FWU-Austria-Verkauf: Vertrag unterzeichnet, Rätselraten um Investor
Für die FWU Austria wurde ein Käufer gefunden, wie die Redaktion erfuhr. Die Gesellschaft soll unter neuen Eigentümern als eigenständige Versicherung weitergeführt werden.
Wie die Redaktion aus Unternehmenskreisen erfuhr, wurde ein Verkaufsvertrag für die FWU Life Austria unterzeichnet. Nach der Beantragung eines neuen Namens (die Redaktion berichtete am Montag) hatten sich die Zeichen auf einen Deal bereits verdichtet. Rätselraten herrscht indes weiter über die Käufer.
Finanzinvestor
Es handelt sich jedenfalls um Investoren mit Erfahrung im Versicherungswesen beziehungsweise im Finanzbereich, wie zu erfahren ist. Dem Vernehmen nach wird der Öffentlichkeit die künftige Eigentümerstruktur von österreichischer Seite aus vorerst noch nicht namentlich kommuniziert. Mitarbeiter der FWU Austria waren am Montag (14.7.) zu einer Informationsveranstaltung gerufen worden. Die Behörden müssen dem Übernahmevertrag noch zustimmen.
Die Versicherung soll den Informationen der Redaktion zufolge weitergeführt werden. Für Kundinnen und Kunden (hauptsächlich in Österreich und Italien) sowie für die Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner ändere sich nichts. Das teilten Vorstand Andreas Buxbaum und Prokurist Richard Zarycka in einem Schreiben an Vertriebspersonen mit, das der Redaktion vorliegt. Die bestehenden Verträge bleiben demnach gleich, ebenso wie die Ansprechpersonen und die Leistungen.
Umbenennung – "Austrion Life" als neuer Name fix
Fix ist nach Unternehmensinformationen, dass die österreichische FWU Holding samt ihrer Töchter in "Austrion Life Insurance AG" umbenannt wird. Nötig wurde der Verkauf, nachdem die deutsche FWU Holding vor rund einem Jahr pleiteging. Der Vertragsunterzeichnung waren monatelange Verhandlungen des Masseverwalters mit Interessenten vorausgegangen.
Von der Insolvenz der Mutter wurde die österreichische Versicherung nicht mitgerissen (im Unterschied zur Luxemburger Versicherung FWU Life Insurance Lux S.A., die abgewickelt werden muss). Die FWU Life Austria gilt mit einer Solvabilitätsquote von 212 Prozent (aktuelle Eigenangaben) als gut aufgestellt. Vorstandssprecherin Claudia Rainbacher betont in Unterlagen, dass die FWU in den vergangenen Jahren in den Kernbereichen komplett unabhängig geworden sei. Man operiere allein auf Basis selbst entwickelter Tools.
Weiterführung
Der nun unterzeichnete Deal sei "ein starkes Bekenntnis zu langfristiger Weiterentwicklung, nachhaltigem Wachstum und zukunftsgerichteter Marktstrategie", wie die FWU-Verantwortlichen gegenüber den Vertriebspartnern erklären. Ziel sei es, die "Position auf unseren Kernmärkten weiter auszubauen".
Zur künftigen Strategie heißt es aus dem Unternehmen, man werde die lokale Verantwortung fortführen, "nun aber ergänzt durch strategische Investitionen, modernste Technologien und zusätzliche Marktzugänge". (eml)















