Die Nürnberger Versicherung hat im Oktober 2018 den alten Rententarif in der klassischen Lebensversicherung durch ein neues, flexibleres Modell ersetzt. Seitdem sei der Neupolizzenabsatz in der Klassischen im verrenteten Segment im zweistelligen Prozentbereich gewachsen, sagt ein Sprecher zu FONDS professionell ONLINE. Genaue Zahlen werden nicht kommuniziert.

Zwar sei die fondsgebundene Lebensversicherung weiter am beliebtesten. Die Berater hätten nun aber auch im garantierten Bereich ein Produkt, das aufgrund der Gestaltungsmöglichkeit trotz Niedrigzinsumfeld attraktiv sein soll. Es handle sich um einen klassischen gezillmerten Tarif mit garantiertem Rechnungszins (0,5 Prozent) und garantierter Rententafel.

Rententarif mit Garantiezeit
Bei dem neuen Tarif (der alte Rententarif wurde gestrichen) können Kunden den Rentenverlauf selbst auswählen: garantiert steigend zwischen plus eins und plus sechs Prozent jährlich, oder in einer zweiten Möglichkeit mit konstantem Rentenverlauf plus Gewinne oder in einer Variante mit erhöhter Beginnrente. Festlegen muss sich der Versicherungsnehmer spätestens ein Jahr vor Rentenbeginn, wie es in Unterlagen heißt. Alternativ zur Verrentung ist eine Kapitalabfindung möglich.

Die Modelle sollen auf die individuelle Lebensplanung eingehen. So fällt etwa bei der erhöhten Beginnrente die Leistung jährlich um einen festgelegten Wert (-1 Prozent bis -5 Prozent). Das soll einem Konsummuster entgegenkommen, wo Menschen zum Pensionsantritt noch aktiver sind und daher mehr finanzielle Mittel benötigen, erklärt Vorstandsmitglied Erwin Mollnhuber.

Das Produkt enthält weiters eine Garantiezeit, die von 0 bis 35 Jahre (maximales Endalter 90 Jahre) gewählt werden kann. Stirbt die versicherte Person während der Garantiezeit, so wird an die begünstigte Person eine Rente bis zum Garantiezeit-Ende fortgezahlt. Alternativ können Begünstigte einen Rückkauf beantragen. (eml)