Corona hat deutliche Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung der österreichischen Versicherer hinterlassen. Das versicherungstechnische Ergebnis sank 2020 um 10,29 Prozent auf 554,13 Millionen Euro, das Finanzergebnis legte um 43,21 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro ab. Insgesamt sorgte das für einen Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 56,08 Prozent oder 949,66 Millionen Euro auf 743,71 Millionen Euro. Das geht aus einem Bericht der FMA hervor.

Gleichzeitig ist das Prämienvolumen im Gesamtjahr um 1,57 Prozent auf 19,08 Milliarden Euro gestiegen. Das Plus kommt aus Schaden/Unfall- und Krankenversicherung. Im Bereich Leben hingegen sanken die Prämien erneut: um 1,32 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro.

Die Solvabilität sei nach wie vor gut, heißt es bei der FMA. Rund zwei Drittel aller Versicherungsunternehmen hatten einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 200 Prozent und damit mehr als doppelt so hohe Eigenmittel als gesetzlich nötig. Die SCR-Quote („Solvency Capital Requirement – SCR“) misst, ob der Versicherer mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate, unvorhergesehene Verluste auffangen und seinen Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachkommen kann.

Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen Lasten) betrugen zum Jahresende 2020 € 24,90 Milliarden Euro, das ist verglichen mit Ende 2019 ein Anstieg um 2,06 Milliarden Euro (plus 9,03 Prozent). (eml)