Der Rückgang im Neugeschäft im schwierigen Corona-Jahr 2020 bremste bei der Allianz das Prämienwachstum aus. Das Plus fiel mit nur 0,8 Prozent schwächer als der Gesamtmarkt (nach FMA-Berechnung plus 1,57 Prozent) aus. Insgesamt vereinnahmte die Allianz in Österreich gut 1,5 Milliarden Euro.

Das Gesamtergebnis sei stark durch Covid-19 belastet, aber stabil geblieben. "Wir haben es geschafft, in der Krise unsere Widerstandsfähigkeit zu beweisen und unsere Kundenversprechen einzulösen", so Rémi Vrignaud, CEO der Allianz in Österreich.

Hohes Plus beim operativen Ergebnis
Das operative Ergebnis der Allianz Österreich ist im Jahr 2020 um 12,8 Prozent auf insgesamt 196,9 Millionen Euro gestiegen. Darin spiegeln sich vor allem Sondereffekte wider, wie eine durch die Lockdown-Maßnahmen bedingte außergewöhnlich niedrige Schadenfrequenz, insbesondere aus dem Bereich der Kfz-Versicherung. Großschäden blieben trotz Belastungen aus Betriebsunterbrechungen ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Auch Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen wirkten positiv.

Unter den Versicherungssparten entwickelten sich Schaden/Unfall- und Krankenversicherung mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro stark. Treiber sei vor allem die Gesundheitsversicherung. In der Kfz-Versicherung das Wachstum vorrangig auf das 2019 eingeführte Produkt "Mein Kfz" zurückzuführen.

Minus bei Leben
Rückläufig waren die verrechneten Prämien in der Lebensversicherung, wo ein Minus um vier Prozent auf 368,5 Millionen Euro zubuche steht. Zwar habe sich die 2019 neu auf den Markt gebrachte fondsgebundene Lebensversicherung positiv entwickelt. Bei den traditionellen Garantieprodukten ging es aber bergab, bedingt durch die anhaltende Niedrigzinsphase, der Einbruch im Neugeschäft, geringere Einmalerläge und die Covid-19-Krise (Rückkäufe, Stundungen).

Heuer will Allianz Österreich-Chef Vrignaud die Digitalisierung vorantreiben und die Personenversicherung stärker in den Mittelpunkt rücken. (eml)