Zinshausmarkt in Wien ist wieder ein Milliardengeschäft
Der Dealflow bei den Mietshäusern in der Bundeshauptstadt nahm voriges Jahr um ein Fünftel zu. Makler werten dies als Comeback des Investorenvertrauens.
Nach einer zweijährigen Abkühlung ist der Wiener Zinshausmarkt im Jahr 2025 wieder gewachsen. Es wurden mehr Immobilien verkauft und damit das Transaktionsvolumen auf mehr als eine Milliarde Euro gepusht, berichtet der Makler Otto Immobilien. Geschäftsführer Eugen Otto meint: "Das Überschreiten der Milliardenschwelle ist ein klares Erholungszeichen und ein Signal, dass sich das Vertrauen der Investoren verstärkt."

Quelle: Otto Immobilien
Im vergangenen Jahr wurden 348 Zinshäuser verkauft. Das sind um 54 Objekte mehr als 2024. Das kumulierte Transaktionsvolumen stieg auf 1,04 Milliarden Euro. Demzufolge legte das Investitionsvolumen im Jahresvergleich um 19 Prozent zu.
Kaufpreise: Gute Lagen wieder deutlich teurer
Die Preise haben sich in dieser Berichtsperiode insgesamt stabilisiert – in einzelnen Bezirken gab es laut Otto erstmals seit Jahren wieder Anstiege. Der Minimalpreis liegt aktuell bei 1.540 Euro pro Quadratmeter, und die Maximalpreise in Toplagen erreichen bis zu 10.557 Euro. In den Bezirken 1, 4 und 9 wurden voriges Jahr Steigerungen der Mindestpreise zwischen zwei und sechs Prozent registriert. Die Maximalpreise legten im Durchschnitt für ganz Wien um rund ein Prozent zu, im 4. und 9. Bezirk mussten um durchschnittlich rund acht Prozent mehr bezahlt werden.
Die Durchschnittsrendite liegt bei 3,15 Prozent, wobei die Bandbreite in der Millionenmetropole groß ist. In den meisten Außenbezirken erreichen die Käufer Maximalrenditen zwischen drei und vier Prozent. Die Spitzenrenditen in den inneren Bezirken haben sich überwiegend stabil entwickelt und liegen zwischen rund 1,4 und 2,4 Prozent. "Die Talsohle bei den Preisen ist klar durchschritten. Zinshäuser in guten Lagen werden wieder als das gesehen, was sie sind, nämlich eine langfristig stabile Anlage mit nachhaltigem Mietzinspotenzial", erklärt Philipp Maisel, Leiter Investment bei Otto Immobilien.
Ausblick: Ein Plus von 30 Prozent
Der Makler rechnet aktuell mit einem starken Geschäftswachstum im heurigen Jahr. Die Signale seien positiv, weil im ersten Quartal 2026 das Zinshaus-Team eine deutlich höhere Anzahl an Anfragen sowohl professioneller als auch privater Kunden erhalten habe. Für das Gesamtjahr erwartet Otto ein Transaktionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro. (ae)















