Wohnungsnachfrage: "Bemerkenswerter Stimmungswandel"
Im Rahmen der Präsentation ihres "Ersten Wiener Wohnungsmarktberichts 2025" sprechen Buwog und EHL von einer positiven Entwicklung des Wohnungsmarkts. Käufer müssen sich offenbar auf steigende Preise einstellen.
"Der Wiener Wohnungsmarkt hat die Talsohle des Marktzyklus durchschritten", berichten der Asset Manager und Projektentwickler Buwog und die Maklergesellschaft EHL. Seit Anfang dieses Jahres steige die Nachfrage nach selbst genutzten Eigentumswohnungen und nach Vorsorgewohnungen. "Wir registrieren derzeit einen bemerkenswerten Stimmungswandel", sagte Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen, anlässlich der Veröffentlichung des "Ersten Wiener Wohnungsmarktberichts 2025" von Buwog und EHL.
Die Marktteilnehmer sehen vor allem zwei Gründe für die höhere Nachfrage: Die Leitzinssenkungen der EZB und deutlich steigende Mieten, die Eigentum im direkten Vergleich attraktiver machen. Das größere Kaufinteresse schlägt sich laut EHL vor allem in kürzeren Vermarktungszeiten und weniger Kaufpreisverhandlungen durch. Demzufolge gebe es seitens der Verkäufer "kaum mehr" Kaufanreize für die Interessenten wie beispielsweise eine kostenlose Küche oder die Übernahme der Grunderwerbsteuer. In weiterer Folge rechnet der Makler damit, dass ab Herbst die Immobilienpreise wieder steigen.
Neue Projekte
Das liegt, so die allgemeine Erwartung in der Immobilienbranche, auch an einer schwachen Zunahme des Angebots. In den vergangenen Jahren sind die Fertigstellungen neuer Wohnungen und die Entwicklung neuer Projekte zurückgegangen. Die Buwog stellte jetzt drei neue Projekte in Wien, im Wiener Umland und in Salzburg vor, durch die insgesamt 1.000 neue Wohnungen entstehen sollen. "Wir haben vor zwei Jahren als einer der Ersten auf dem Markt entschieden, den Start neuer Projekte zu pausieren. Jetzt sind wir die Ersten, die wieder Großprojekte auf den Weg gebracht haben", erklärt Buwog-Geschäftsführer Andreas Holler. (ae)















