Trotz der vielen Faktoren, die in den vergangenen drei Jahren den Immobilienmarkt durcheinandergewirbelt haben, bleiben die Renditen von Eigentumswohnungen vor Kosten und Steuern insgesamt stabil. Das ergab eine Untersuchung des Wiener Projektentwicklers und Bauträgers KE Immobilien.

Ausgewertet wurde die Entwicklung von Angebotskaufpreisen und Angebotsmieten in allen österreichischen Bezirken. In beiden Bereichen gab es Bewegung nach oben wie nach unten. In den meisten Bezirken blieben die Renditen in einem Korridor von nominell minus 0,3 und plus 0,3 Prozentpunkten stabil. Nur in Einzelfällen gab es größere Ausschläge und bemerkenswerte Entwicklungen, wie die folgenden zwei Beispiele zeigen.

Zwei Beispiele
In Sankt Veit an der Glan gingen die durchschnittlichen Kaufpreise von 2025 auf 2026 um 12,7 Prozent zurück. Da die Mieten aber um 6,7 Prozent zulegten, stieg die Bruttorendite sogar von 3,2 auf 3,9 Prozent. Für Leoben weist die Analyse eine von 4,5 auf 2,8 Prozent gesunkene Rendite aus. Das liegt daran, dass der Durchschnittspreis um 56 Prozent in die Höhe schoß, während die Angebotsmiete um 1,1 Prozent fiel. 

In Wien zeigt sich sehr deutlich, wie freie Marktwirtschaft funktioniert. In einigen Bezirken gaben die Preise nach, in anderen legten sie zu. Da aber überall die Soll-Mieten stark bis sehr stark stiegen, konnten die Bruttorenditen leicht wachsen mit einer Ausnahme im 15. Bezirk, wo der Ertrag minimal geringer ist. (ae)