Wiener Wohnungsmarkt: Weniger Fertigstellungen als geplant
Die Wirtschaftskammer in Wien ist besorgt. Denn die Zahl der neuen Wohnungen bleibt dieses Jahr wahrscheinlich deutlich unter den Erwartungen. Dabei wird ohnehin schon weniger gebaut als vor einigen Jahren.
Seit einigen Jahren ist der Wohnbau in Wien verzögert. Zahlreiche Projekte können aus finanziellen Gründen oder sogar wegen der Insolvenz des Entwicklers nicht begonnen oder nicht abgeschlossen werden. Das bestätigt sich in den konkreten Zahlen. Nach Angaben von Exploreal, Wirtschaftskammer Wien und dem Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) werden heuer voraussichtlich nur rund 9.400 Wohnungen fertiggestellt. Prognostiziert wurden ursprünglich 12.450 Einheiten. Im kommenden Jahr könnten um die 10.000 neue Wohnungen auf den Markt kommen.
Exploreal hat 596 Bauprojekte mit etwa 31.140 fertiggestellten und geplanten Wohneinheiten 2024 bis 2026 ausgewertet. Im Durchschnitt werden 52 Wohnungen pro Immobilie errichtet. Die durchschnittliche Wohnnutzfläche beträgt 59 Quadratmeter. 55 Prozent aller Einheiten sind Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen.
In den Flächenbezirken über der Donau wird am meisten gebaut
29 Prozent der Wohnungen sind von gemeinnützigen Bauträgern geplant, wobei sie überwiegend Mietwohnungen herstellen. Vice versa sind die freie Wirtschaft und hier der gewerbliche Wohnbau essenziell für die Entwicklung für den Wiener Wohnungsmarkt.
Interessantes Detail: Seit Mai 2025 gingen 110 Bauträgerprojekte mit insgesamt 6.121 Wohnungen in die Vermarktung. Davon finden allein 36 Bauvorhaben mit 2.267 Einheiten jenseits der Donau im 21. und 22. Wiener Bezirk (Floridsdorf und Donaustadt) statt. Im Zentrum stehen mit 544 die meisten Neubauwohnungen im 3. Bezirk (Erdberg) auf dem Plan. (ae)















