Im ersten Quartal 2026 sind die Preise für Wohnungen in Wien teilweise kräftig gestiegen. Das geht aus dem aktuellen "Immokalkulator"-Bericht von Immo Analytics hervor. Die Ist-Kaufpreise für Altbau-Wohnungen kletterten gegenüber 2025 um 6,5 Prozent auf knapp 6.000 Euro. Die durchschnittliche Nettomiete lag bei 14 Euro und damit "unter Berücksichtigung aller möglichen Zuschläge sehr am oberen Ende des rechtlich Möglichen". In den äußeren Bezirken nahmen die Kaufpreise um neun Prozent zu. Der Durchschnittspreis betrug etwa 4.400 Euro. Die Mieten stiegen durchschnittlich um 50 Cent auf 10,80 Euro.

Ebenfalls deutlich nach oben gingen die Kaufpreise in den Neubauten bis 2019 in den äußeren Bezirken. Hier kostete ein Quadratmeter im Schnitt rund 5.000 Euro und damit um 9,3 Prozent mehr als im Jahresdurchschnitt 2025. In den inneren Bezirken lagen die Kaufpreise von rund 6.000 Euro auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Allerdings beträgt die Durchschnittsmiete bei Neuabschlüssen hier bereits 15 Euro.

Neue Wohnungen halten das Preisniveau
Bei den Neubauten ab 2020 beobachtete Immo Analytics weniger Bewegung. In den inneren Bezirken gingen die Kaufpreise sogar um 2,3 Prozent auf knapp 8.500 Euro zurück, während sie in den äußeren Bezirken um etwa ein Prozent auf zirka 6.500 Euro stiegen. Auffallend ist hier, dass der Unterschied zwischen den Angebots- und den tatsächlichen Kaufpreisen in zentralen Lagen größer und in den Außenlagen eher kleiner geworden ist.

Die Preisentwicklung steht im Lichte einer stark gestiegenen Transaktionszahl. Denn die Wohnungsverkäufe sind im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen. Im vierten Quartal 2025 wurden schätzungsweise etwa 4.000 Einheiten gekauft. Im ersten Quartal 2026 wurden rund 3.500 Kaufverträge abgeschlossen. Das sind rund 60 Prozent mehr Transaktionen als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres. (ae)