Die Preiskorrektur auf dem Wiener Wohnungsmarkt ist offenbar vorbei, sowohl bei den Angebots- als auch bei den tatsächlichen Kaufpreisen. "Der Verhandlungserfolg, also die Differenz zwischen den beiden Preisen, ging im Jahr 2025 in nahezu allen Segmenten zurück", berichtet die Immo Analytics GmbH in Wien. Das gilt insbesondere für die Neubauten, die ab dem Jahr 2020 fertiggestellt wurden.

Der Markt ist allerdings geteilt, denn die unsanierten Altbauwohnungen bilden die große Ausnahme: Hier sind die Rabatte sogar gestiegen. Konkret lag das durchschnittliche Angebot für eine Altbauwohnung in den inneren Bezirken bei rund 7.000 Euro. Der erzielte Kaufpreis betrug laut Immo Analytics jedoch nur 5.600 Euro. In den äußeren Bezirken stehen etwa 5.000 Euro als Rufpreis tatsächlich rund 4.000 Euro Ist-Preis gegenüber.

Nichts für Schnäppchenjäger: Neue Neubauwohnungen sind teuer
Zum Vergleich: Die jüngsten Neubauwohnungen wurden in den inneren Bezirken im Schnitt um 9.000 Euro angeboten und in den äußeren Bezirken waren es etwa 6.750 Euro. In den Verhandlungen konnten die Käufer nur wenige hunderte Euro Rabatt herausholen.

Die Nettomieten stiegen 2025 in fast allen Segmenten geringfügig, nachdem sie im Jahr davor stark zugenommen hatten. "Es gab in der zweiten Jahreshälfte 2025 einen aus unserer Sicht vorübergehenden Preisstopp bei Mieten, da viele Gutverdienende in den Jahren 2022 bis 2023 in Mietwohnungen zogen, statt zu kaufen", berichtet Gregor Pfeiffer, Geschäftsführer von Immo Analytics.

Die Mietrenditen bezogen auf reale Nettokaufpreise lagen zuletzt bei neuen Eigentumswohnungen im Zentrum bei 2,25 bis 2,5 Prozent. Außerdem sind 3,25 bis 3,75 Prozent möglich. Die Renditen von Altbauwohnungen bewegen sich in einer Bandbreite von 2,5 Prozent in den inneren Bezirken bis 3,75 Prozent in den nicht-zentralen Lagen. (ae)