Die Entwicklung des Wiener Wohnungsmarkts kann die Eigentümer zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen. "Anlegerwohnungen profitieren von exzellenten Vermietungsaussichten und stabilen Renditen", berichtet der Immobilienmakler EHL in seinem "Marktupdate 1/2026". Grund dafür sei, dass der Mietmarkt schon das zweite Jahr von einem akuten Nachfrageüberhang geprägt sei. 

Laut EHL besteht im Wohnungsmarkt in Wien eine "historisch einmalige Verknappung", weil die Fertigstellungszahlen bei Miet- und Eigentumswohnungen einen Tiefpunkt erreicht haben und der geförderte Wohnbau keine Ausnahme darstellt. Aufgrund des Angebotsmangels würden sich die Preise "weiterhin flächendeckend über der Inflationsrate" entwickeln.

Multiple Krisen bremsen Angebotsnachschub
"Angebotsseitig sorgen die eingetrübten Konjunkturaussichten und die geopolitische Unsicherheit durch den Iran-Krieg für zusätzliche Zurückhaltung bei Projektentwicklern", berichtet Geschäftsführerin Karina Schunker. Die Bauträger seien auch wegen der Bau- und Energiekosten nach wie vor vorsichtig und, so Schunker, risikoavers.

EHL geht davon aus, dass sich ein Teil der ohnehin wenigen Projekte verzögern wird und es wieder zu Stopps kommt. Dadurch werde das bisher prognostizierte Angebotsvolumen in den kommenden Jahren noch stärker limitiert. 2025 wurden laut EHL nur rund 9.200 Wohnungen fertiggestellt. Heuer werden aktuell nur etwa 8.000 Fertigstellungen erwartet. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 kamen gut 15.000 neue Wohnungen auf den Markt. (ae)