Das Landesgericht Wiener Neustadt hat über die Verlassenschaft des verstorbenen CPI-Gründers und Geschäftsführers, Ernst Ludwig Kreihsler, ein Konkursverfahren eröffnet. Dies teilt der Gläubigerschutzverein AKV mit. Den Angaben zufolge sind momentan Verbindlichkeiten in Höhe von rund 27,3 Millionen Euro bekannt. Die Schulden setzen sich aus Eigenverbindlichkeiten des Verstorbenen sowie aus Haftungen, Garantien und Bürgschaften für die CPI-Gruppe zusammen, heißt es. Von dieser Insolvenz sind derzeit 23 Gläubiger betroffen.

Kreihsler war am 5. April überraschend verstorben. Nach seinem Tod wurden Unregelmäßigkeiten in dem komplexen Immobilienfirmenkonstrukt offenbar. Ein Notgeschäftsführer entdeckte nicht werthaltige Positionen beziehungsweise unrechtmäßige Transaktionen. Einige der über 160 Gesellschaften sind mittlerweile insolvent.

Liegenschaften und Beteiligungen
Im Vordergrund des nun eingeleiteten Verfahrens steht die Verwertung des überschuldeten Nachlasses, heißt es. Den Schulden stehen laut AKV Liegenschaften und Beteiligungen gegenüber. Es handelt sich demnach bei den Liegenschaften um die Grundbucheintragungen EZ 2014 KG 01008 Margarethen, EZ 424 KG 01002 Alsergrund, EZ 456 KG 01306 Rudolfsheim, EZ 2014 KG 01008 Margarethen.

An Beteiligungen sind bekannt: 80 Prozent an der VIE IB Immo Beteiligungen GmbH, elf Prozent an der CPI 3. Realwerte Verwaltungs GmbH, elf Prozent an der CPI 4. Realwerte Verwaltungs GmbH und elf Prozent an der CPI 5. Realwerte Verwaltungs GmbH. Masseverwalterin ist die Rechtsanwältin Claudia Weinwurm, als Verlassenschaftskurator agiert Michael Lentsch. (eml)