Angaben von Eingeweihten zufolge steht die Sachwerttochter der Unicredit, die Münchner Wealthcap, vor einem Verkauf. Dem Vernehmen nach interessiert sich ein deutsches Finanzinstitut für den Erwerb der deutschen Immobiliensparte der Mailänder Großbank. Sie könnte mit bis zu 150 Millionen Euro bewertet werden, heißt es. Wealthcap selbst wollte auf Anfrage von FONDS professionell zu einem etwaigen Verkauf und seinen Konditionen keine Stellung nehmen.

Die Rede vom Verkauf der Wealthcap wird aber dadurch plausibel, dass Unicredit-Chef Andrea Orcel bereits seit einigen Monaten Maßnahmen ergreift, das Unternehmen zu straffen und Geschäftsbereiche zu fördern, die höhere Margen erwirtschaften. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg fuhr Wealthcap im vergangenen Jahr einen Verlust von 27 Millionen Euro ein.

Anleger in rund 100 Fonds könnten ein neues Asset Management bekommen
Mit der Übernahme der Hypovereinsbank im Jahr 2007 gingen drei Emissionshäuser für Sachwertbeteiligungen – H.F.S. HYPO-Fondsbeteiligungen für Sachwerte, HVB Fonds Finance und Blue Capital – in der Unicredit-Tochter Wealthcap auf. Ihr Investitionsschwerpunkt liegt auf Immobilien, es wurden jedoch auch Fonds aus den Assetklassen Flugzeuge, Erneuerbare Energien und Private Equity aufgelegt. Insgesamt umfasst das Sortiment mehr als 170 Beteiligungsmodelle, von denen rund 100 noch in der Bewirtschaftung sind und nach Angaben von Wealthcap rund zehn Milliarden Euro umfassen. (tw)