Zuverlässigkeit ist ein hohes Gut, das Anleger zu schätzen wissen. Dazu gehört nicht nur das Einhalten von Versprechen, sondern auch die tranparente Erklärung von Abweichungen. Der Projektentwickler Silver Living und sein Vertriebspartner Öko Wohnbau erfüllen das auf Nachfrage von FONDS professionell, nachdem kürzlich zwei Immobilien eines Bauherrenmodells an die Investoren übergeben wurden.

Es handelt sich um die Projekte "Villa Assmann" in Leibnitz und "Villa Liebenau" in Graz. In beiden Fällen haben sich Änderungen in der Finanzierung und bei behördlichen Auflagen nicht negativ ausgewirkt.

Gemeinde fordert Kinderbetreuungseinrichtung
In Leibnitz kam es infolge einer Behördenauflage zu einer Änderung im Projekt und Zeitplan. Anders als geplant wurde zusätzlich zur Sanierung des Altgebäudes nebenan ein Neubau errichtet, in dem auch eine Kinderkrippe untergebracht wurde. Dadurch verzögerte sich der Bau um etwa elf Monate, außerdem stiegen die Investitionskosten nach Informationen von FONDS professionell um zirka 13 Prozent gegenüber dem im Sommer 2016 aufgestellten Projektplant.

In der ehemaligen Villa entstanden 17 Einheiten für das Betreute Wohnen", weitere Gemeinschaftsflächen und die bereits seit vergangenem Herbst vermietete Kinderkrippe. Die Nutzfläche ist laut Öko Wohnbau um ein Fünftel größer ausgefallen als projektiert, gleichzeitig liegen die Mieteinnahmen um 22 Prozent über Plan. Dadurch rechnet sich der höhere Aufwand im Laufe der nächsten Jahre. Für die Errichtung der Kinderkrippe erhielten die Investoren eine zusätzliche Förderung vom Land Steiermark.

Trotz aufwändigem Denkmalschutz Plan erfüllt
In der denkmalgeschützten "Villa Liebenau" hat Silver Living ebenfalls ein Haus für "Betreutes Wohnen“ errichtet. Hier enstanden in den vergangenen zwei Jahren 19 Mieteinheiten plus Gemeinschaftsfächen. Die Bau- und Ausstattungskosten blieben etwas unter Plan, was zur Folge hat, dass die Förderung des Landes Steiermark in etwa dieser Höhe gekürzt wurde.

Dazu erklärt Öko Wohnbau-Geschäftsführer Wolfgang Stabauer auf Nachfrage von FONDS professionell: "Wenn man die Position der Einsparung mit der Position der geringeren Förderungszahlung gegenrechnet, ist immer noch ein Überschuss gegeben." Außerdem werde noch eine Nachförderung im Zusammenhang mit dem Einbau eines Personenlifts beantragt, die den Investoren zugute kommen soll.

Stabile Basis
Im Übrigen ist in beiden Immobilien für das "Betreute Wohnen" mit dem Roten Kreuz ein anerkannter Partner am Werk. Das Rote Kreuz betreut bereits in 23 Projekten von Siliver Living die Bewohner. Die Kinderkrippe in Leibnitz wird von der gemeinnützigen Gesellschaft Generationen in Partnerschaft (GIP) geführt, die nach eigenen Angaben zurzeit 56 Kinderkrippen und 23 Kindergartengruppen in der Steiermark führt. Mit GIP arbeitet Silver Living seit einigen Jahren zusammen.

Öko Wohnbau hat bislang sieben mit Silver Living arrangierte Projekte abgeschlossen. Das tatsächliche Gesamtinvestitionsvolumen dieser Bauherrenmodelle beläuft sich nach eigenen Angaben kumuliert auf rund 19,9 Millionen Euro. Es liegt nur in dem "Villa Assmann"-Projekt und damit nur um zwei Prozent über dem ursprünglich kalkulierten Gesamtvolumen.

Dabei erhalten die Anleger, die sich in Summe mit 3,9 Millionen Euro Eigenkapital beteiligt haben, im Durchschnitt um 3,5 Prozent mehr Miete als geplant. Die Umsetzung der Projekte erfolgte mit Ausnahme der "Villa Assmann" laut Stabauer im Wesentlichen im vorgesehenen Zeitplan. (ae)