Im Jahr 2020 brach das Gesamtinvestitionsvolumen auf dem österreichischen Immobilienmarkt im Vergleich zu 2019 um 45 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ein. Das klingt dramatisch, was es aber nicht ist. Denn dieser Wert liegt nach Angaben des Maklers CBRE über dem Durchschnittsumsatz der Jahre 2012 bis 2016.

Besonders begehrt sind bei privaten und professionellen Investoren die vermeintlich krisenresistenten Sektoren Wohnen und Logistik. Sie gelten momentan als sichere Anlagehäfen. Und das führt nach dem anfänglichen Corona-Schock zu einem immensen Run auf die Immobilienmärkte in den Ballungsgebieten. Rückläufige Baubewilligungen werden nach Expertenansicht das ohnehin schon knappe Angebot weiter verkürzen. Die Makler- und Beratungsgesellschaft EHL berichtet, dass der Wiener Wohnungsmarkt von Investoren regelrecht gestürmt wird. Dabei habe sich das Kaufmotiv geändert: "Erstmals seit langem ist die Nachfrage weniger von der demographischen Entwicklung getrieben als von wirtschaftlichen Faktoren wie Konjunktur, Beschäftigung und Zinsniveau."

Die hohe Nachfrage von privaten und institutionellen Anlegern und die niedrigen Zinsen lassen die Immobilienpreise "solide steigen". In den Stadtentwicklungsgebieten in Randlagen seien Preissteigerungen von rund 3,0 bis 3,5 Prozent zu erwarten, in zentralen Wohnlagen rechnet EHL mit Zuwächsen von 3,75 bis 4,25 Prozent.

Das Mehrfamilienhaus ist ein Klassiker, der im Vertrieb immer zieht. Anleger können in diesem Bereich Vorsorgewohnungen, Bauherrenmodelle und strukturierte Investments zur Immobilienfinanzierung beispielsweise über Anleihen erwerben. Allerdings besteht auch in andere Bereichen, beispielsweise bei Sozialimmobilien, Investitionsbedarf.

In der aktuellen FONDS professionell-Ausgabe 1/2021 stellt die Redaktion zwei aktuelle Investmentangebote für ein "Betreutes Wohnen"-Projekt und mit einer Unternehmensanleihe von Agora beziehungsweise Immovate vor. Beide Anlageprodukte versprechen überdurchschnittliche Renditen, die jedoch nicht risikolos erhältlich sind. (ae)


Die Kurzanalysen der beiden Investments lesen Sie in der FONDS professionell-Ausgabe 1/2021 ab Seite 158 bzw. angemeldete User im E-Magazin.