Laut S-Immo-Chef Bruno Ettenauer prüft der Wiener Konzern Positionen im Wert von Hunderten Millionen Euro. Damit sollen jüngste Bewertungsgewinne gesichert werden. Zudem geht es laut Ettenauer darum, im Kernportfolio, das sich von Deutschland über Österreich bis nach Zentral- und Osteuropa erstreckt, die Balance zu wahren. Etwa die Hälfte der deutschen Wohnimmobilien der S Immo befinden sich in Berlin. 

In den vergangenen Jahren sei es Firmenpolitik gewesen zu deinvestieren, wenn gewisse Gewinne in Form von Bewertungszuwächsen, aber auch Verkaufspreisen ausgewiesen werden konnten, erklärte Ettenauer. Zum angestrebten Preis für das Portfolio wollte er sich nicht äußern. Das Marktinteresse werde Umfang und Größe der zum Verkauf stehenden Tranchen bestimmen, so der S-Immo-Chef, der eine Entscheidung innerhalb der nächsten drei Monate erwartet. Seine Gewerbe- und Grundstücksflächen werde das Unternehmen behalten.

S Immo steht im Übernahmefokus des tschechischen Milliardärs Radovan Vitek, dessen CPI Property Group sich bereits mit 42 Prozent beteiligt hat und sich das Unternehmen komplett einverleiben will. (mb/Bloomberg)