Diese Woche war Baustart für ein Projekt der Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH (RVW), bei dem in der Linzer Straße 71 im Wiener Gemeindebezirk Penzing rund zwei Dutzend Vorsorgewohnungen errichtet werden. Es soll sich – den Wohnbedürfnissen des noblen 14. Bezirks entsprechend – um hochwertige Wohneinheiten handeln, wie aus einer Aussendung hervorgeht. Alle Einheiten werden über Freiflächen (Loggia/Balkon/Terrasse/Eigengarten) verfügen. Es handelt sich um komplett ausgestattete zwei- beziehungsweise drei-Zimmer-Wohnungen.

Anlegern soll ein beständiges Investment "ohne Nervenkitzel" geboten werden, heißt es. Die RVW verweist darauf, dass sie auch hier ihrem Prinzip folgt, wonach man in langfristiger Beziehung zu den Eigentümern und Mietern steht: Die RVW betreut auch nach dem Kauf das Wohnobjekt weiter. Geschäftsführerin Marion Weinberger-Fritz bezeichnete es als Herausstellungsmerkmal, dass sich die RVW in einem Gesamtpaket um die weitere Gebäudebewirtschaftung und um die Gewährleistungsverfolgung kümmert.

Die Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH befindet sich zu hundert Prozent im Eigentum der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG. Diese wiederum hat mehrere Immobilienservice-Einheiten und nützt Synergien in den Bereichen Immobilien, Finanzen und Bankdienstleistungen.

Soros' Universität
Der große 14. Bezirk habe hohes Potenzial, das auch etliche andere Bauträger und Investoren erkannt hätten. Hier sei in nächsten Jahren unter anderem mit verstärktem Wachstum wegen der geplanten Soros-Universität zu rechnen, heißt es bei der RVW. Zuletzt zählte Penzing nicht zu den Top-Bezirken bei Vorsorgewohnungen. 2018 wurden hier 26 Einheiten verkauft, wie aus einer Studie des Immobilienunternehmens EHL hervorgeht. Demnach würde das RVW-Projekt 2020 zu den wichtigen Unternehmungen im Bezirk zählen.

Der Markt an Vorsorgewohnungen in Wien dürfte sich auch 2020 weiter stark zeigen, wie die EHL-Studie nahelegt. Demnach wurden im Jahr 2015 in Wien 515 Vorsorgewohnungen verkauft, 2019 waren es bereits rund 741. Im Jahr 2017 hatte es aufgrund von Vorziehungen und besonders großen Projekten eine Steigerung um +71,2 Prozent auf 950 verkaufte Einheiten gegeben. Im Jahr darauf folgte aufgrund dieser Basis ein Minus. Generell entwickle sich der Markt aber positiv, heißt es bei EHL. 

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt mittlerweile bei 4.150 Euro, 2015 waren es noch 3.765 Euro. Die durchschnittlichen Mietpreise pro Quadratmeter bei Erstbezug einer Vorsorgewohnung stiegen von 11,30 auf zwölf Euro. (eml)