Prognose: 2026 sinkt die Nachfrage nach Wohneigentum
Nach einem soliden Jahr 2025 bringen "Gewöhnungseffekte und eine Verbesserung der Gesamtwirtschaft" mehr Zuversicht und einen gewissen Aufschwung in den Immobilienmarkt.
Heuer könnte im Vergleich zum Jahr 2025 die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern deutlich zurückgehen. Das geht aus der Prognose des Maklernetzwerks Remax auf Basis einer internen Umfrage unter den österreichweit tätigen 650 Maklern hervor. Trotzdem rechnet das Unternehmen mit durchschnittlichen Preissteigerungen von 2,5 beziehungsweise drei Prozent, weil laut dem Remax Real Estate Future Index (RREFIX) gleichzeitig das Angebot sinken soll.
Für den Gesamtmarkt präsentierte sich Remax bei einem Pressegespräch sehr zuversichtlich. "Der stotternde Neustart 2025 ist überwunden, der Markt soll 2026 wieder unspektakulär, aber rund laufen", meint Anton E. Nenning, Head of Research bei Remax Austria. Er erwartet für das aktuelle Jahr 3,9 Prozent mehr Nachfrage und um 3,4 Prozent höhere Preise. Die Finanzierbarkeit von Eigentum ist laut Remax "zwar weiterhin herausfordernd, aber doch besser" geworden. Auch Anleger seien wieder verstärkt aktiv. Das habe dazu geführt, dass das Angebot bei Mietwohnungen im Jahresvergleich nach längerer Zeit wieder zugelegt habe.
Langfristig steigen die Preise wahrscheinlich
Bernhard Reikersdorfer, Managing Director von Remax, ergänzt: "Das aktuelle Zinsniveau, das derzeit noch gute Angebot und die steigende Nachfrage lassen uns optimistisch ins Jahr 2026 blicken. Herausforderungen sehen wir allerdings im Neubaubereich – sowohl im Bereich Miete als auch Kauf. Es wurde beziehungsweise es wird viel zu wenig neu gebaut." Das werde dazu führen, dass in absehbarer Zeit mehr Nachfrage auf weniger Angebot treffe und dass die Preise spätestens 2027/28 spürbar steigen werden.
Im Jahr 2025 habe der Immobilienmarkt eine "leichte Erholung" erlebt, angetrieben von niedrigeren Zinsen und der temporären Befreiung von Gebühren für die meisten Grundbucheintragungen. 2025 wurden laut Hochrechnung um zirka 16 Prozent mehr Immobilien verbüchert als im Jahr zuvor. Die Rede ist von rund 117.000 Immobilien-Transaktionen mit einem Gesamtkaufpreisvolumen von etwa 33 Milliarden Euro. Für das Absatzplus ist laut Remax primär der höhere Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern verantwortlich. (ae)
















