Österreichs Start-ups holen internationale Investoren zurück
Nach dem schwachen Vorjahr erlebt der österreichische Start-up-Markt ein Comeback. Das investierte Kapital hat sich mehr als vervierfacht und internationale Investoren dominieren wieder die größten Finanzierungsrunden. Das zeigt das aktuelle "EY Start-up Investment Barometer".
2025 schien der österreichische Start-up-Markt auf dem Trockenen zu sitzen. Internationale Investoren hielten sich zurück, große Finanzierungsrunden blieben aus, und das Investitionsvolumen brach um mehr als die Hälfte ein. Nun folgt die Kehrtwende: Im ersten Halbjahr 2026 stieg das investierte Risikokapital laut "EY Start-up Investment Barometer" auf 472 Millionen Euro, das ist mehr als vier Mal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig erreichte die Zahl der Finanzierungsrunden mit 97 einen neuen Höchststand.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick: Die Bilderstrecke oben fasst die zentralen Erkenntnisse des "EY Start-up Investment Barometers" in sieben Grafiken zusammen.
Während im ersten Halbjahr 2025 lediglich 27 Prozent des investierten Kapitals aus rein internationalen Investorengruppen stammten, entfielen heuer bereits 64 Prozent auf ausländische Kapitalgeber. Rein österreichische Investoren kommen dagegen nur noch auf fünf Prozent des Finanzierungsvolumens. Damit bestätigt sich, dass große Wachstumsschritte österreichischer Start-ups weiterhin vor allem mit internationalem Kapital finanziert werden.
Die Analyse zeigt außerdem, dass große Finanzierungsrunden zunehmend von internationalen Investoren getragen werden. Bei Deals bis zu einer Million Euro stammen noch rund drei Viertel der beteiligten Kapitalgeber aus Österreich. Steigt das Finanzierungsvolumen jedoch auf mehr als zehn Millionen Euro, sinkt ihr Anteil auf lediglich rund 13 Prozent. Gleichzeitig waren österreichische Investoren nur an drei der zehn größten Finanzierungsrunden beteiligt. (cf)












