Die Corona-Pandemie hat bisherige Immobilientrends ausgebremst. Das verdeutlicht der soeben präsentierte Real Estate Future Index ("Prefix“) des Immobilienunternehmens Remax. Die dafür Österreich-weit befragten 560 Brancheninsider gehen davon aus, dass 2021 das Angebot an Immobilien spürbar steigt, während die Nachfrage nur marginal zunimmt.

2020 sei das Angebot in mehreren Objektgruppen sehr knapp gewesen. In erster Linie kam es bei Einfamilienhäusern, zu spürbaren Preissteigerungen. Zwar ist das Zinsniveau weiter historisch niedrig und es gibt weinige renditestarke Geldanlagealternativen. 2021 dürfte es aber aufgrund hoher Preise und eingeschränkter Vergabestandards vor allem für Jungfamilien noch schwerer werden, eine Finanzierung zu bekommen. "Fakt ist bereits jetzt, dass Fremdfinanzierungen aufgrund höherer gesamtwirtschaftlicher Risiken oftmals nicht mehr so einfach und reibungslos möglich sind, und die von den Banken geforderte Eigenkapitalquote höher ist als vor Corona", so Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von Remax Austria.

Baugrundstücke gefragt
Die für den "Prefix" befragten Experten erwarten für 2021 einen Trendknick bei den Preisen: Wohnimmobilienpreise sollen nur mehr halb so stark zulegen wie 2020. Die frei vereinbarten Mieten sehen die Befragten 2021 eher im Fallen als im Steigen. Eigentumswohnungen legen generell noch geringfügig zu. Unverändert hoch wird hingegen die Nachfrage nach Baugrundstücken erwartet, gefolgt von Wohnobjekten in Einzellagen, Einfamilienhäusern, und Wochenendhäusern. Der international verzeichnete "Hinaus aufs Land-Trend" macht sich auch in Österreich bemerkbar.

Eigentumswohnungen in zentralen Lagen sind erst auf Rang fünf bei den erwarteten Preissteigerungen zu finden. Und bei Gewerbeimmobilien sind die Aussichten 2021 so schlecht wie 2015, heißt es in einer Aussendung von Remax. (eml)