Im vergangenen Jahr sind die Preise für Einfamilienhäuser aufgrund des deutlich rückläufigen Angebots und der außerordentlich guten Nachfrage überdurchschnittlich gestiegen, dies zeigt eine aktuelle Analyse von Remax Österreich und Immounited. Für ein Einfamilienhaus in Österreich bezahlten Käufer 2021 den Remax-Experten zufolge typischerweise 314.352 Euro, um 37.081 Euro mehr als 2020. Die Bandbreite der Preise in den einzelnen Bundesländern spannte sich allerdings zwischen 170.233 Euro und 814.931 Euro.

"Der vermehrte – sicherlich auch pandemiegetriebene – Wunsch nach einem Haus mit eigenem Grün, war zuletzt besonders stark ausgeprägt", erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von Remax Österreich. "Die tendenziell bessere Qualität der auf den Markt kommenden Einfamilienhäuser und die steigenden Grundstückspreise sind sicherlich auch mitverantwortlich für die spürbaren Preissteigerungen der letzten Jahre", ergänzt Reikersdorfer.

Deutliche Verkaufsdynamik in der Steiermark
Der Einfamilienhausmarkt hatte seinen historischen Mengenhöhepunkt 2018 mit 12.689 Verbücherungsakten. 2019 und 2020 schrumpfte er. Mit 10.722 Einfamilienhäusern fehlte 2021 auf das 2020er Ergebnis nur ein Haus, es herrschte also Stillstand.

Dabei ist die Tendenz nicht in allen Bundesländern gleich: Die Steiermark verzeichnet ein Plus 64, Burgenland 28 und Wien 26. In Niederösterreich und Oberösterreich sank die Zahl an Verbücherungen hingegen um  96 bzw. 41.

Gesamttransaktionswert deutlich gestiegen
Dass es nicht an der fehlenden Nachfrage, sondern am fehlenden Angebot gelegen ist, lässt sich leicht an der Preisentwicklung erkennen. In allen Bundesländern sind die typischen Preise nach oben gegangen. Die Bandbreite der Preissteigerungen reichte von 6,9 Prozent im Burgenland bis zu 32,8 Prozent in Tirol. Auch der Gesamttransaktionswert der gehandelten Einfamilienhäuser hat sich entsprechend nach oben entwickelt. Im Jahr 2020 lag dieser noch bei 3,48 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr kletterte der Wert um  18,2 Prozent auf 4,11 Milliarden Euro. (gp)