Immobiliengruppe Sveta: Merkwürdige Deals im Firmenkarussell
Die jüngsten Transaktionen des Unternehmers Boris Yosopov dürften weniger die Immobilienbranche als viel mehr die Anleger der Venture-Capital-Fonds von Arax Capital aufschrecken.
Die Sveta Gruppe der Unternehmerfamilie Yosopov wird offenbar gezielt umplatziert. Das Familienoberhaupt Boris Yosopov veräußerte in den vergangenen Wochen zahlreiche Gesellschaften des Firmenverbunds. Zu den abgestoßenen Gesellschaften gehören unter anderem die Sveta Levin Invest GmbH und die Sveta Management Holding, die wie berichtet voriges Jahr Insolvenz angemeldet hatten.
Yosopov, der im Frühsommer Arax Capital geschluckt hatte, trennte sich in den vergangenen Wochen von mehr als einem Dutzend Gesellschaften der strauchelnden Sveta Gruppe. Darunter befinden sich Objekt- und Beteiligungsgesellschaften. Einer der Käufer ist Dusan Morvay, der kürzlich auch den ehemaligen Projektentwickler Whitestone übernahm. Außerdem trat nun Lubomir Polacek in Erscheinung, der bei zahlreichen Firmen in die Gesellschafterrolle und als Geschäftsführer eintrat.
Die Hintergründe zu diesen Deals sind rätselhaft. Denn einerseits sind Morvay und Polacek hierzulande nicht als Immobilienunternehmer bekannt. Andererseits sind die meisten Gesellschaften, die sie gerade übernommen haben, pleite. Die begonnenen Sanierungsverfahren wurden mehrheitlich in Konkursverfahren, offenbar ohne Aussicht auf Unternehmensfortführung, geändert. (ae)















