Immobilien: Mieten und Bauen wird immer teurer
Der Mietaufwand fürs Wohnen steigt seit Jahren. Daran hat sich voriges Jahr nichts geändert. Außerdem gibt es bei den Baukosten weiterhin keine Entspannung.
Das Mieten einer Wohnung wurde 2025 merklich teurer, berichtet die Statistik Austria. Die Durchschnittsmiete in den 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen belief sich im vierten Quartal auf 689 Euro inklusive Betriebskosten (ohne Strom, Heizung und Warmwasser). Das sind um 3,6 Prozent mehr als im vierten Quartal 2024 beziehungsweise um 8,3 Prozent mehr als Ende 2023.
Gestiegen sind sowohl die Netto-Kaltmieten als auch die Betriebskosten. Die Miete erhöhte sich im Jahresverlauf 2025 von durchschnittlich 7,50 auf 7,80 Euro pro Quadratmeter. Das ist eine Erhöhung um vier Prozent. Gegenüber Ende 2023 verteuerte sich die Miete um 9,9 Prozent. Die Betriebskosten legten voriges Jahr um zehn Cent auf 2,60 Euro pro Quadratmeter zu. Sie stiegen gegenüber Ende 2023 um 8,3 Prozent.
Zu den Betriebskosten zählen Wasser- und Kanalgebühren, Hausreinigung, Müllabfuhr, Entrümpelung, Rauchfangkehrer, Kanalräumung, Schädlingsbekämpfung, teilweise Versicherung, Betriebskosten für Gemeinschaftsanlagen und öffentliche Abgaben. Zu den Energiekosten gibt es noch keine Zahlen für das Jahr 2025. Im Jahr zuvor beliefen sie sich im Median auf 140 Euro pro Monat und Haushalt. Im Vergleich zum Jahr 2023 wurde ein Rückgang um knapp fünf Prozent verzeichnet; gegenüber 2022 waren sie jedoch um 14 Prozent teurer.
Baukosten steigen auf hohem Niveau
Keine Trendumkehr gibt es auch bei der Entwicklung der Kosten, die den Bauunternehmen bei der Ausführung von Bauleistungen entstehen. Der aus den Material-, Energie-, Maschinen-, Transport- und Lohnkosten gespeiste Baukostenindex kletterte in den ersten beiden Monaten 2026 weiter nach oben. Im Wohnungs- und Siedlungsbau legte er heuer um 0,7 Prozent und im Vergleich zum Jänner 2025 um zwei Prozent zu. Gravierend ist die langfristige Veränderung: Denn in den vergangen fünf Jahren verteuerten sich nach einem heftigen Preissprung im Jahr 2022 die Baukosten um 25,4 Prozent. (ae)















