Die Immobilieninvestoren blicken weltweit wieder zuversichtlich in die Zukunft und bereiten höhere Investitionen in dieser Assetklasse vor. Das geht aus einer Umfrage zum Vertrauen der Investoren in Immobilien, die von den Fondsverbänden Inrev, Anrev und Prea durchgeführt wurde, hervor. Das Ergebnis: Die Investitionsabsichten für 2026 haben auf Jahressicht den höchsten Stand seit 2019 erreicht.

Offenbar rechnen die Investoren mit einer Markterholung, nachdem die globalen Immobilienmärkte eine längere Korrekturphase durchliefen und 2025 möglicherweise eine Bodenbildung stattfand. 38 Prozent der Investoren weltweit wollen in den nächsten zwei Jahren ihre Immobilien-Allokationen erhöhen, während nur 28 Prozent einen Rückgang erwarten. Dabei stehen Wohnimmobilien nicht nur in Europa, sondern weltweit weiterhin an erster Stelle der Investorenpräferenzen.

Europa ist ein begehrter Investitionsstandort
Die Immobilien-Allokationen liegen weltweit im Durchschnitt bei 12,4 Prozent und damit ganz knapp unter dem Ziel von 12,5 Prozent. Die regionalen Unterschiede sind jedoch recht groß. Bei europäischen Investoren beträgt die Immobilienquote aktuell durchschnittlich 14,1 Prozent. Bei den Investitionsvehikeln sind Immobilienkreditfonds, Joint Ventures, Club Deals und nicht-börsennotierte Fonds am beliebtesten.

Den größten Appetit haben die internationalen Investoren auf europäische Immobilien. Gefragt sind insbesondere Objekte in Großbritannien, Deutschland und Spanien. Auf Platz vier folgt Dänemark, während Frankreich nicht mehr unter den Top Drei ist und laut Inrev wegen der "politischen Unsicherheit und des gedämpften Wirtschaftswachstums" in der Investorengunst auf Rang sechs abgerutscht ist. (ae)