Immobilien-Investmentumsatz bricht ein
Investoren haben heuer im ersten Halbjahr deutlich weniger in heimischen Immobilien veranlagt als im Vorjahr.
Schwere Zeiten durchlebt der professionelle Immobilieninvestmentmarkt in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 betrug das Transaktionvsolumen nur rund eine Milliarde Euro. "Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von 31 Prozent. Im Fünfjahresdurchschnitt liegt das Halbjahresergebnis um 27 Prozent darunter", berichtet der Immobiliendienstleister CBRE. Am beliebtesten waren bei den Käufern Einzelhandelsimmobilien und Hotels.
Einer der Gründe für den Geschäftsrückgang ist ein heftiger Einbruch im Wohnsegment. "Es war im vergangenen Jahr noch die mit Abstand dominierende Assetklasse. Aktuell liegt das Investmentvolumen im laufenden Jahr rund 80 Prozent unter dem Vorjahresniveau", so CBRE. Ursächlich für den geringen Dealflow sei, dass die Investoren höhere Renditen erwarten. Unterm Strich entfallen gerade einmal 15 Prozent des Gesamtvolumens auf den Wohnsektor.
Weltweite Krisen bremsen den Tatendrang
Ebenfalls auffällig ist, dass im zweiten Quartal 2026 lediglich 300 Millionen Euro investiert wurden. Das begründet CBRE mit dem geringeren Verkaufsvolumen aus offenen Immobilienfonds. "Im vergangenen Jahr haben Verkäufe aus den Fonds das Marktvolumen dominiert. Diese Entwicklung ist dieses Jahr noch nicht zu erkennen, wenngleich marktfähiges Produkt dieser Fonds auf dem Markt ist", erklärt Manuel Bugl, Head of Investment bei CBRE Österreich.
Die globalen Entwicklungen gegen Ende des ersten Quartals und das veränderte Zinsumfeld ließen die Investoren laut CBRE im zweiten Quartal vorsichtiger werden, obwohl der heimische Immobilienmarkt substanziell gesund sei. "Kurzfristig haben geopolitische Unsicherheiten einige Investitionsentscheidungen verzögert. Wir sehen aber eine gut gefüllte Pipeline größerer Transaktionen", berichtet Bugl. (ae)













